Die Stellplatzgebühren beim Reisemobilpark Bregnitzhof werden zum 1. Januar 2020 von zehn auf elf Euro pro Fahrzeug und Nacht steigen. Darin enthalten sind Kurtaxe und Reinigungswasser. Letzteres musste bisher separat bezahlt werden. Des Weiteren erhöht sich die Reservierungsgebühr von drei auf vier Euro bei einem Aufenthalt unter drei Nächten. Darauf einigte sich der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales (ATKBJS) in seiner Sitzung.

Deutlich aufgewertet

Nach Auskunft von Kurgeschäftsführerin Andrea Hermann seien die Gebühren zum 1. Januar 2016 zuletzt angehoben worden. Sie müssten regelmäßig überprüft und neu kalkuliert werden, auch um konkurrenzfähig zu bleiben. Im Herbst 2018 sei der Reisemobilstellplatz mit einer neuen Wasserver- und Entsorgungsanlage ausgestattet und deutlich aufgewertet worden. Die Nutzer schätzten die zeitgemäße Infrastruktur. Die neue Anlage sei aus hygienischen Gründen mit einer Zwei-Säulen-Lösung ausgestattet. Dadurch sei nur noch die Bepreisung des Frischwassers möglich. Da nun das Wasser für die Reinigung nicht mehr gegen Gebühr abgegeben werden könne, schlage die Verwaltung vor, diesen Betrag in die Stellplatzgebühr einzukalkulieren. Für die Übergangszeit in 2019 sei mit dem Wasserlieferanten eine Entschädigung von 0,30 Euro pro Reisemobil und Nacht vereinbart worden. Ab 2020 müssten dann 50 Cent an den Wasserlieferanten abgeführt werden, erläuterte die Kurgeschäftsführerin.

Internet eventuell ab Herbst

Auf Anfrage von Rat Stefan Giesel zur Nutzung von Internet gab Bürgermeister Fritz Link die Auskunft, dass die Gemeinde hierfür eine Förderung beantragt habe und 15 000 Euro erhalte. Auf den schriftlichen Bescheid warte er noch. Vorgesehen sei, kostenfreies WLAN auf dem Stellplatz einzurichten. Hierfür müsse das Glasfaserkabel vom nächstgelegenen Netzverteiler bis zum Reisemobilparkplatz verlegt werden, wofür Tiefbauarbeiten ausgeschrieben und vergeben werden müssten. Mit den Arbeiten könne jedoch erst begonnen werden, wenn die dafür erforderliche Richtlinien-Verordnung der Europäischen Union vorliege. Er habe die Hoffnung, dass im Spätherbst das Internet für die Reisemobilisten verfügbar sei, sagte Link.