Nachdem seit Herbst 2020 Stille auf den Sportplätzen und im Clubheim herrscht und das geplante Jubiläumsfest der Pandemie zum Opfer fiel, warten die Fußballer des Sportvereins 1920 TuS Immendingen jeden Tag darauf, wieder den Sportbetrieb und das Vereinsleben aufnehmen zu können. Noch steht nicht fest, ob das Fest zum 100-jährigen Bestehen diesen Sommer nachgeholt wird.

TuS braucht einen neuen Vorsitzenden

Dagegen zeichnet es sich bereits ab, dass der TuS einen neuen Vorsitzenden braucht, sobald die ursprünglich für den 19. Februar geplante und kurzfristig wieder abgesagte Hauptversammlung im coronakonformen Rahmen stattfinden kann.

Eduard Frank will nicht erneut kandidieren

„Wir müssen sehen, wie es weitergeht“, erklärt der langjährige TuS-Chef Eduard Frank. Eine solch wichtige Versammlung mit Neuwahl könne bei der Größe des Vereins erst veranstaltet werden, wenn sie wieder mit Abstand und Mundschutz in der Donauhalle möglich sei. Der 67-jährige Kfz-Meister, der bei der Wahl 2019 noch einmal angetreten war, um den Verein ins Jubiläumsjahr zu führen, will nun wie angekündigt 2021 nicht mehr kandidieren und mit ihm weitere Vorstandsmitglieder.

Will bei der anstehenden Jahreshauptversammlung 2021 nicht mehr als Vorsitzender kandidieren: Der langjährige Chef des Sportvereins 1920 TuS Immendingen, Eduard Frank. Ein neuer Termin für die Versammlung steht noch nicht fest. Bild: Jutta Freudig
Will bei der anstehenden Jahreshauptversammlung 2021 nicht mehr als Vorsitzender kandidieren: Der langjährige Chef des Sportvereins 1920 TuS Immendingen, Eduard Frank. Ein neuer Termin für die Versammlung steht noch nicht fest. Bild: Jutta Freudig

Der Sportbetrieb fehlt am meisten

Ebenso wenig wie zur Hauptversammlung konnte man Entscheidungen zum Nachholen des Sportwochenendes anlässlich des 100-jährigen Bestehens treffen. Frank: „Wir brauchen dafür Zuschauer und im Moment lässt sich noch nicht absehen, wann das möglich ist.“ Im Grunde ist es aber nicht das Jubiläum, das dem vorerst weiter amtierenden TuS-Vorsitzenden Sorge bereitet. „Uns fehlt der Sportbetrieb“, sagt er: „Wenn man an den Jugendfußball denkt, blutet einem das Herz“.

Bei den Finanzen wird es eng

Der Sportverein hat rund 120 Jugendfußballer. Sie bleibe wie auch die anderen TuS-Mitglieder dem Verein treu, selbst wenn 2020 nur wenig für den Beitrag geleistet werden konnte, berichtet Frank. „Wenn im Mai die Mitgliedsbeiträge abgebucht werden, wird man sehen, ob das so bleibt“, sagt er. Schon jetzt klagt er über die finanzielle Lage des Vereins: „Wir haben keine Einnahmen, aber die Ausgaben laufen weiter.“