Die Gemeinde Immendingen ist künftig einer von 30 Standorten der Formel D Group, eines international tätigen Dienstleisters der Automobil- und Zulieferindustrie, in Deutschland. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Troisdorf bei Köln.

Bis zu 50 von weltweit 12.000 Mitarbeitern des Unternehmens haben mittelfristig ihren Arbeitsplatz im neuen Firmengebäude im Gewerbegebiet Donau-Hegau, gegenüber dem Daimler-Prüfzentrum. Für die aus einem zweigeschossigen Bürotrakt und einer Werkstatthalle bestehende Firmenanlage wurde am Donnerstag das Richtfest gefeiert.

Vom Garnisons- zum Wirtschaftsstandort

Für Immendingens neuen Bürgermeister Manuel Stärk war dies einer der ersten und eigenem Bekunden zufolge besonders erfreulichen Termine seit seinem Amtsantritt am 1. September.

Trotz mancher Schwierigkeiten in der Automobilbranche sei Formel D mit seiner Ansiedlung in Immendingen „auf dem Gas geblieben“, meinte Stärk und zeigte sich beeindruckt vom neuen Firmenkomplex. Das Projekt sei ein weiteres Sinnbild für die Wandlung Immendingens vom Garnisons- zum Wirtschaftsstandort. Besonders erfreulich sei auch, dass so viele einheimische Handwerker am Bau beteiligt sind.

520 Quadratmeter Werkstattfläche

Unter Führung des Technischen Projektleiters Christian Bandelow konnten sich die Teilnehmer am Richtfest einen ersten Einblick in das Gebäude verschaffen: Seit dem Baustart im April ist auf dem 6600 Quadratmeter großen Gewerbegrundstück ein Unternehmensgebäude entstanden, das in nachhaltiger Holzbauweise im KfW 55 Standart realisiert wurde und 390 Quadratmeter Bürofläche sowie 520 Quadratmeter Werkstattfläche bietet.

Freuen sich über das Richtfest für das Firmengebäude am neuen Standort Immendingen von Formel D (von links): Bürgermeister Manuel Stärk, Adventus-Geschäftsführer Ove Johannsen, Investor Marc Setzen und Marcel Klehr, Vice President Germany von Formel D.
Freuen sich über das Richtfest für das Firmengebäude am neuen Standort Immendingen von Formel D (von links): Bürgermeister Manuel Stärk, Adventus-Geschäftsführer Ove Johannsen, Investor Marc Setzen und Marcel Klehr, Vice President Germany von Formel D. | Bild: Jutta Freudig

In der Halle werden sieben Hebebühnen und eine komplette Werkstatteinrichtung untergebracht. Durch eine zweite, freistehende Halle, die mittelfristig noch entstehen soll, ist die Werkstattfläche auf 2300 Quadratmeter Fläche erweiterbar.

Formel D plant mit der neuen Anlage unter anderem den Aufbau und die Inbetriebnahme von Prototypen, den Einbau von Messtechnik und Sensoren in Testfahrzeuge, die Fahrzeugtarnung, Erprobungsfahrten, Vergleichstests oder das Flottenmanagement von Testfahrzeugen.

Viel Lob für alle Beteiligten

Für den Projektentwickler Adventus, der das Projekt von Anfang an begleitet hatte, dankte Geschäftsführer Ove Johannsen allen, die zum Gelingen des Neubaus beigetragen haben: „Die Mitarbeiter können kommen und sofort loslegen“, so Johannsen. Viel Lob hatte er auch für die Arbeit der Handwerker, allen voran die Firma Zeller und Jochum Holzbau. Sein Dank galt Architekt Thomas Kreuzer für die Entwurfsplanung und Investor Marc Setzen von „Value on Top“ in Baden-Baden.

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Marcel Klehr, Vice President Germany bei Formel D, sagte, der Firmenneubau in Immendingen schließe einen „weißen Fleck“ auf der Karte der deutschen Standorte. Unternehmensstrategie sei es, näher zu den Kunden zu kommen und ein dichtes Netz an infrastrukturell gut ausgestatteten Standorten anzubieten. Klehr: „Hier ist ein innovatives Gebäude entstanden und wir freuen uns jetzt auf Themen wie Assistenzsysteme oder autonomes Fahren.“

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