Mit dieser Leidenschaft ist die gelernte Restaurantfachfrau inzwischen weit über die Ortsgrenzen von Fürstenberg hinaus bekannt. „Vor etwa 20 Jahren habe ich mit dem Brotbacken so wirklich angefangen. Da ich aus einer Landwirtsfamilie stamme, war ich es bereits von meiner Mutter gewohnt, das Brot selbst zu backen. Somit habe ich eigentlich schon immer eigenes Brot gebacken. Vor 20 Jahren haben wir jedoch einen neuen Steinbackofen gekauft“, sagt Christine Bäurer.

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Die Familie von Christine Bäurer führt einen landwirtschaftlichen Betrieb. „Wir haben Hühner, Kühe sowie einen großen Obst- und Gemüsegarten. Dies nutzen wir für unsere Versorgung. Mein Mann betreibt gemeinsam mit unserem Sohn Georg die Landwirtschaft, sorgt somit für das Wohl der Tiere und unserer Felder“, erzählt Christine Bäurer. Somit sind im Sortiment der Familie Bäurer neben dem leckeren Bauernbrot auch Körnerbrot, Eier sowie Apfelsaft verankert.

Es werden immer mehr

Doch wie kam es vom Backen für den Eigenbedarf zum Verkaufen von Brot? „Anfangs habe ich nur für uns gebacken. Dann kamen mit der Zeit immer wieder Bekannte und haben nachgehakt, ob ich für sie nicht ein Brot mitbacken kann. Es wurden immer mehr und so kam es dazu, dass ich einen weiteren Backofen kaufte und mehr Brot backte. Vor vier Jahren war es dann soweit, dass ich meine kleine Backstube eröffnete“, erklärt Christine Bäurer.

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Doch damit waren auch mit einige Änderungen verbunden. Anfang hatte Christine Bäurer nämlich nach dem Mond gebacken. Neue Brote gab es also nur, wenn der Mond in einer gewissen Position stand. Dies war jedoch kompliziert, da sich die Mondposition unregelmäßig ändert. Es kann folglich sein, dass zwei Wochen lange nicht gebacken wurde. „Man glaubt es kaum, aber es ist wirklich so, dass das Brot je nach Mond-Position anders wird“, ist Christine Bäurer überzeugt.

In dieser kleinen Backstube backt Christine Bäurer jeden Mittwoch und teilweise samstags ihre Brote.
In dieser kleinen Backstube backt Christine Bäurer jeden Mittwoch und teilweise samstags ihre Brote. | Bild: Andrea Wieland

Gibt es noch weitere Geheimnisse beim Brotbacken? „Mein Brot besteht lediglich aus Wasser, Mehl, Hefe und Salz, dass ist das ganze Geheimnis“, versichert Christine Bäurer: „Natürlich kommt es beim Brotbacken aber auch auf die Person an, die backt. Je nach Stimmungslage wird das Brot auch anders“, findet Christine Bäurer. Solange man Freude und Lust am Brotbacken habe, werde es immer gut.

Die Uhr im Blick

Diese Lust und Freude am Backen spürt man bei der Fürstenbergerin während des Backens und Erzählens sehr: Sie hat stets die Uhr sowie ihr Brot im Blick. Dies macht sich bereits beim Laiben der Teige bemerkbar, aber auch beim Backen selbst: Ist der Wecker abgelaufen, wird Laib für Laib genau angeschaut. Die fertigen Brote werden zum Abkühlen aus dem Ofen genommen, die restlichen bleiben noch drin – bis auch der letzte Laib den Ofen verlassen hat.

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Über das Ergebnis dieser Leidenschaft freuen sich nicht nur die Stammkunden, die jeden Mittwoch direkt bei Christine Bäurer das Brot abholen, sondern auch Besucher von regionalen Märkten. „Vier- bis fünfmal pro Jahr gehe ich Märkte – beispielsweise auf den Ostermarkt in Blumberg, das Herbstfest in Donaueschingen oder das Landfrauenfest in Sumpfohren, das am Sonntag, 1. September, stattfindet.“ Für diese Veranstaltungen hat Christine Bäurer neben ihrem Bauernbrot und Körnerbrot auch weitere Leckereien im Angebot.

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„Beim Landfrauenfest in Sumpfohren werde ich zum Beispiel einerseits das Brot zum Wurstsalat machen, andererseits werde ich mit einem eigenen Stand vertreten sein. Dort werde ich auch Brot mit gerösteten Zwiebeln, Dinkelbrot, Vierkornbrot und Bauernbrot verkaufen“, sagt die passionierte Bäckerin aus Fürstenberg. Dann lässt der Duft nach frisch gebackenem Brot den Besuchern sicherlich wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen.