Dass die Mitarbeiter des Pflegeheimes sowie der mobilen Pflegedienste wie die Sozialstation oder das AKA-Team in Immendingen laufend auf Coronaviren getestet werden, um mögliche Verbreitungen möglichst früh abzufangen, ist alltäglich. Doch auch der größte gewerbliche Arbeitgeber von Geisingen, die Firmengruppe Pajunk, testet schon seit einigen Monaten die Mitarbeiter und hat dies nun erheblich ausgeweitet. Zweimal in der Woche wird allen rund 450 Mitarbeitern am Standort Geisingen ein Schnelltest angeboten. Zehn Mitarbeiter wurden vom Betriebsarzt auf diese neue Zusatzaufgabe geschult und eingewiesen.

„Aber trotz der Tatsache, dass wir im Betrieb testen, ist alles freiwillig“, betonten die beiden Geschäftsführer Simone Pajunk-Schelling und Martin Hauger. Bisher konnte bei den Aktionen ein positiv getesteter Mitarbeiter festgestellt werden, was aber schon etwas zurückliegt. „Wir waren auch eine der ersten Firmen, die mit Mund-Nasen-Masken gearbeitet haben“, fügt Martin Hauger hinzu.

Aufwendig wird das Testen mit Mitarbeitern aus dem Reinraum, denn die müssen sich umziehen, wenn sie den Raum verlassen. Aber gerade dort sei es sehr wichtig, hier seien viele Mitarbeiter auf engem Raum beieinander, so Martin Hauger weiter. Wenn auch dort durch entsprechende aufwendige Lüftungsanlagen die Luft laufend getauscht und gefiltert werde, führt Hauger aus. Homoffice ist eben nicht in allen Bereichen der Firma möglich, in der Verwaltung teilweise, in der Produktion absolut nicht.

Die Männer halten sich derzeit noch etwas zurück

Es falle auf, dass die männlichen Mitarbeiter noch etwas zurückhaltender bei der Teilnahme an den Tests seien gegenüber den Mitarbeiterinnen, und zwar in allen Bereichen, stellt Simona Pajunk Schelling fest. Sie unterstützt das Testteam auch bei der telefonischen Anforderung der einzelnen Abteilungen. Drei geschulte und mit entsprechender Schutzkleidung ausgestattete Mitarbeiter nehmen die Tests vor, zwei andere nehmen die Datenblätter der Mitarbeiter entgegen und übernehmen die schriftliche Dokumentation und Überwachung.

Nach dem Test geht es gleich wieder zurück an den Arbeitsplatz, falls der Test positiv ausfällt, wird der Betroffene sofort benachrichtigt. Am Standort Holzplatz werden so an einem Tag rund 250 Tests vorgenommen, im Gebäude im Gewerbegebiet Danuvia81 zwischen 50 und 60. Die Geschäftsleitung hofft, dass sich auch die Männer in den einzelnen Abteilungen noch mehr zum Testen bereiterklären als bisher.

15 Freiwillige wollen das DRK-Team unterstützen

Die Testangebote der Stadt Geisingen und der Gemeinde Immendingen, die bislang in der Stadthalle Geisingen durchgeführt wurden, hatten in der Karwoche eine starke Nachfrage. Derzeit laufen Gespräche beider Verwaltungen, zusammen mit dem DRK auch in Immendingen Tests anzubieten, aber an anderen Tagen als in Geisingen, wie Nina Zeller von der Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt. Auf den Aufruf, das Testteam des DRK zu verstärken, haben sich bisher an die 15 Personen gemeldet, wie Nina Zeller erfreut mitteilt. Über Schulungen und Einsatzmöglichkeiten wird mit den Interessenten und dem DRK noch gesprochen.