Auf rund 1,5 Millionen Euro, aufgeteilt in verschiedene, zeitlich gestaffelte Bauabschnitte, würden sich die Baukosten für die Erweiterung und Neugestaltung des Geisinger Friedhofs summieren, wenn der städtische Bauhof nicht in erheblichem Umfang Eigenleistungen erbrächte. Die gesparte Summe beläuft auf rund 500 000 Euro, so dass sich die tatsächlichen Kosten bei 1 Million Euro einpendeln werden.

Eine Reihe von Entscheidungen

Diese Berechnungen gehen aus der Planung für die Neugestaltung und Erweiterung des Friedhofs vor, deren neuesten Stand Ilse Siegmund vom Planungsbüro Siegmund und Winz Landschaftsarchitekten dem Gemeinderat bei dessen Sitzung erläuterte. Zudem traf das Stadtparlament eine Reihe von Entscheidungen, was grundlegende Gestaltungselemente des Friedhofs anbelangt.

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Auf der Erweiterungsfläche sollen Urnenrasengräber in Form von Baumgräbern ihren Platz finden. An sechs Bäumen sollen in aufgelockerter Form jeweils 30 Urnengräber gruppiert werden können. Außerdem soll zunächst lediglich eine Urnenwand anstelle von ursprünglich angedachten zwei installiert werden, mit der Perspektive, im Bedarfsfall eine weitere Urnenwand realisieren zu können.

Neue Grabstellen nahe den Soldatengräbern

Die Frühchen-Grabstellen sollen ihren eigenen Bereich in der Nähe der bestehenden Soldatengräber erhalten. So werde, lautete die einhellige Meinung im Gemeinderat, ein besonders diskretes Areal für diese ganz besonderen Trauerfälle gewährleistet. Abstand nahm das Gremium von der Alternative, den Frühchen-Bereich auf der Erweiterungsfläche zu realisieren. Dort herrsche „zu viel Durchgangsverkehr“, so die Meingung, die gewünschte Abgeschiedenheit wäre dann nicht gegeben.

Was die zeitliche Priorität der verschiedenen Bauabschnitte betrifft, steht die Gestaltung der Erweiterungsfläche an erster Stelle, begleitet von dazu erforderlichen Schritten wie dem Schaffen einer Sichtachse vom bestehenden in den neuen Teil des Friedhofs. Dazu soll der bereits vor rund zwei Jahren beschlossene Mauerdurchbruch in die Tat umgesetzt werden.

Etwas überraschend kam, nachdem der Gemeinderat bei seiner Sitzung im Februar die grundlegenden Pflöcke eingeschlagen und der Planung durch das Büro Siegmund und Winz seinen Segen erteilt hatte, eine kurze Kostendiskussion auf. „Die Kosten machen mir zu schaffen“, sagte SPD/FB-Fraktionssprecher Uwe Kraft. Die Planung sei ohne Zweifel gelungen, er frage sich aber, ob man das Ganze unter Kostenaspekten nicht noch schlichter anlegen könne. Und FW/FDP-Stadtrat Jürgen Keller wollte wissen, ob in der Kernstadt und den Ortsteilen die gleichen Preise gelten werden, nachdem eine Anhebung der Bestattungsgebühren nach dem Prinzip der Kostendeckung wohl unausweichlich sei und „erheblich“ ausfallen dürfte.