Seit rund zwei Wochen hat sich vieles verändert und das Leben läuft mittlerweile in einer anderen Routine weiter. Viele Menschen arbeiten von Zuhause aus, Unternehmen melden Kurzarbeit an. Das Coronavirus prägt den Alltag.

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Nun gibt es allerdings fest Termine im Jahreskalender, die auch trotz der Ausbreitung und den Sicherheitsvorkehrungen irgendwie gelingen müssen. So auch die Wahl der neuen Pfarrgemeinderäte. Wie kann das funktionieren, wenn Menschenansammlungen vermieden werden sollen? Erzbischof Burger hat die Urnenwahl wegen der Ansteckungsgefahr abgesagt. Sollte eigentlich am Sonntag, 22. März, gewählt werden, haben die Katholiken in der Region per Briefwahl und online erst zwei Wochen danach abgestimmt.

Wahl am Montag noch Thema

Im Hüfinger Pfarrbüro ist man auch am Montag noch mit der Wahl beschäftigt. Das liegt allerdings weniger an den Auszählungen, sondern daran, dass auf den Kandidatenlisten nicht alle Plätze belegt waren. Daher wurden auf den Stimmzetteln Kandidatenvorschläge gebracht: „Es gibt insgesamt drei offene Plätze. Je einen in Fürstenberg, Sumpfohren und Mundelfingen“, erklärt die Hüfinger Pfarrsekretärin Petra Moog. „Wir müssen daher die angegebenen Personen erst fragen, ob sie die Wahl auch annehmen wollen.“

Wahl in Corona-Zeiten

Aber wie unterscheidet sich denn so ein Wahlprozedere in Corona-Zeiten von einem normalen? In einem Schreiben an die Wahlvorstände im Erzbistum Freiburg hat Erzbischof Stephan Burger die Regularien für die Auszählung der Pfarrgemeinderatswahl aufgrund der Corona-Epidemie erneut angepasst.

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Online ist ein Vorteil

„Leichter war es definitiv nicht“, sagt Moog. Ein großer Vorteil sei allerdings die Online-Wahl gewesen: „Das wurde das erste Mal gemacht und lief wirklich super. Viele haben das in Anspruch genommen.“ Vielleicht also ein Element, das zukünftig auch abseits von Ausnahmesituationen benutzt werden könnte? „Entschieden wird das schlussendlich von Freiburg aus. Wir hoffen, dass andere auch solche positiven Erfahrungen gemacht haben, wie wir. Der ganze Papierkram fällt dadurch weg“, sagt Moog.

Dennoch viel Arbeit

Davon abgesehen habe man die übliche Arbeit gehabt: „Klar, es war keine Präsenzwahl, aber auszählen mussten wir dennoch“. Das habe auch etliche Stunden in Anspruch genommen. Ausgezählt haben am Sonntag allerdings nur drei Leute: „Die Vorgabe war, dass es zwischen drei und vier machen dürfen. Nicht mehr.“ Der komplette Wahlvorstand musste also nicht anwesend sein. Entsprechend saßen Petra Moog, Klaus Gaßmann und Michael Bolli in ausreichendem Abstand voneinander an den Tischen, um die Stimmen zu zählen.

Bezirksausschüsse weggefallen

Ähnliche Erfahrungen hat man auch in Donaueschingen gemacht: „Die Online-Wahl war sehr angenehm, das Ergebnis war schnell da“, erklärt Ernst Zimmermann vom Wahlvorstand der Seelsorgeeinheit. Allerdings habe man mit der Briefwahl dennoch viel Arbeit gehabt: „Eigentlich hätte es in den Ortsteilen Stimmbezirksausschüsse gegeben. So hat sich alles auf uns gebündelt.“ Dass die Briefwahl viel Zeit in Anspruch nehmen würde, damit habe Zimmermann schon gerechnet. Das habe die viele Erfahrung bei Wahlen im Rathaus gezeigt: „Auch bei der Stadt war die Briefwahl immer zuletzt fertig.“

Neue Räte in Donaueschingen

Stimmbezirk 1 Donaueschingen
Markus Eisele – 530 Stimmen, Inge-Grete Hagen – 375 Stimmen, Matthias Heer – 473 Stimmen, Petra Hinninger – 409 Stimmen, Bernhard Holtkamp – 434 Stimmen, Cornelia Jumpertz-Schwab – 498 Stimmen, Marianne Keller – 496 Stimmen, Richard Ketterer – 461 Stimmen, Marga Konn – 567 Stimmen, Ann-Kathrin Mattes – 481 Stimmen, Martin Müller – 555 Stimmen, Julian Willmann – 549 Stimmen, Otto Wolf – 455 Stimmen, Angela Zimmermann – 508 Stimmen

Stimmbezirk 2 Aasen
Sandra-Maria Bäurer – 511 Stimmen
Julia Doser – 459 Stimmen
Pascal Kamer – 407 Stimmen
Hans-Peter Rolle – 377 Stimmen

Stimmbezirk 3 Grüningen
Für den Stimmbezirk Grüningen wurden keine Wahlvorschläge eingereicht.

Stimmbezirk 4 Heidenhofen
Marlene Höfler – 555 Stimmen
Ursula Wiesendorfer – 550 Stimmen

Stimmbezirk 5 Hubertshofen
Michael Amann – 520 Stimmen
Monika Maier – 552 Stimmen
Sarah Schmid – 510 Stimmen

Stimmbezirk 6 Neudingen
Harald Schmidle – 558 Stimmen
Kathrin Schwab – 530 Stimmen
Silvia Weber – 506 Stimmen

Stimmbezirk 7 Pfohren
Stefan Eggert – 559 Stimmen
Walter Kuttruff – 534 Stimmen
Alexander Seckinger – 560 Stimmen

Stimmbezirk 8 Wolterdingen
Martin Nawrath – 510 Stimmen
Tobias Ringwald – 550 Stimmen
Anna Vogt – 537 Stimmen

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