Was lange währt wird endlich gut. Und zwar sehr gut, wie auch Oberbürgermeister Erik Pauly beim Baustellenrundgang durch die künftige Haselbuckhalle anerkennend feststellen konnte.

„Es ist eine Freude zu sehen, wie die Arbeiten vorwärts gehen“, staunt das Donaueschinger Stadtoberhaupt. Er war das letzte Mal beim Richtfest, im November 2019, vor Ort. Nach vielen Jahren der Planung – über eine neue Halle wurde erstmals 2002 gesprochen – ist ein glückliches Ende in greifbarer Nähe. Pauly erinnert sich noch, dass schon damals – 2013/14, als er im Wahlkampf gewesen sei – das Thema Halle immer in aller Munde gewesen ist.

In diesem Zusammenhang lobte er auch nochmals den ehemaligen Grüninger Ortsvorsteher Hans-Günter Buller, der sich beim Grundstückserwerb mit einer Erbengemeinschaft einigen musste und trotz Widrigkeiten ganze Arbeit geleistet habe. Zuerst war ein Anbau an die bestehende Halle geplant. Doch der Grüninger Architekt Günter Limberger sah wegen der anspruchsvollen Topographie eine Baukostenexplosion.

Viel Eigenleistung der Bürger

Aber jetzt kann sich das 800-Seelen-Dorf über das Ergebnis des Hallenneubaus glücklich schätzen. Ganz besonders freut sich auch die stellvertretende Grüninger Ortsvorsteherin Christel Schwer. Sie schätzt sich glücklich, dass alle im Ort so zusammenhalten und viele Stunden ihrer Freizeit auf der Baustelle verbringen. Wochentags seien immer Rentner vor Ort und am Samstag auch viele Mitglieder der verschiedensten Vereine, denn die Anbringung der Holz-Außenfassade wird in Eigenleistung erbracht. Dies sind wohl um die 30.000 Euro Ersparnis. „So können wir uns eventuell noch etwas mehr leisten“, erklärt die stellvertretende Ortschefin.

Architekt Günter Limberger (links) erklärt dem OB Pauly, dass der Fußboden durch Betonkernaktivierung temperiert wird.
Architekt Günter Limberger (links) erklärt dem OB Pauly, dass der Fußboden durch Betonkernaktivierung temperiert wird. | Bild: Anita Reichart

Architekt Günter Limberger erklärte kurz das Wichtigste. Die Halle ist 20 auf 40 Meter groß. Der Hallenboden hat Sportfeldgröße, die dank einem kleinem Aufzug barrierefreie Bühne misst siebeneinhalb auf 15 Meter. Diese bekommt vorne noch einen zwei Meter hohen Aufbau, der auch zur Vergrößerung der Fläche ausgelegt werden kann. Alles in allem ist es eine Halle, die, wie von vielen gewünscht, einer Feldscheune gleicht, mit viel Stauraum. Umweltfreundliche Materialien werden verwendet. Die Wärmeversorgung geschieht über ein Blockheizkraftwerk, dass auch die Schule heizt.

Stadtbaumeister Christian Unkel fügte noch an, dass sich die Grüninger diese Mehrzweckhalle im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet hätten.