20 Uhr: Der Hahn kräht, die Glocken schlagen und die ersten Klänge des Narrenmarsches erklingen. Die Narrenzunft Frohsinn läuft ein, langsam füllt sich die Bühne, immer mehr Narren reihen sich auf. Es ist Zunftballzeit. Knapp drei Stunden Programm warten – doch nicht so dieses Jahr.

Aber Ignaz und Severin sind trotzdem in den Donauhallen und haben für alle Zunftballfans einen Ersatz. Dort wo sich nun knapp 1000 Narren im Mozartsaal befinden würden, herrscht gähnende Leere. Die Tische und Stühle stehen schon für die nächste Gemeinderatssitzung bereit – eine der wenigen Veranstaltung, die aktuell stattfinden. Oft haben die Kommunalpolitiker ja auch Unterhaltungswert, doch an das Niveau des Zunftballes kommen sie selten heran. Und mit Akteuren wie Alexander Bertsch (OB Erik Pauly), Cordula Hauger (Martina Wiemer), Julian Willmann (Niko Reith) oder Claudia Kuttruff (Claudia Weishaar) hat die Zunft ja auch ihre eigenen kommunalpolitischen Double, die manchmal sogar noch besser als die Originale sind. Aber auch sonst hat die Zunft in den vergangenen Jahren so einiges gezeigt:

Was selbst treuen Zunftball-Gängern selten gelingt, ist ein Besuch hinter die Kulissen. Dabei ist das durchaus spannend. Den was für die Besucher im Mozartsaal dreieinhalb Stunden Spaß, Freude und Unterhaltung ist, entsteht nicht einfach so. Monatelange Proben, Feinschliff bis zur Perfektion und viel persönlicher Einsatz sorgen für das hohe Niveau des Frohsinn-Zunftballes. Wir haben uns im vergangenen Jahr hinter den Kulissen umgeschaut: „Großartige Show auf der Bühne, harte Arbeit hinter den Kulissen: So sieht es aus, wenn der Frohsinn einen Zunftball auf die Beine stellt„. Und auch Ignaz und Severin gewähren nun einen Blick hinter die Kulissen:

Viele Material hat der Frohsinn in seinem Archiv gefunden, in dem so einige Schätze lagern. Zum Beispiel auch ein Ausschnitt vom Zunftball aus dem Jahre 1938 mit dem Titel Folterkammer. Die Akteure: Anton Meder (Narrenvater), Franz Enz (Zunftschreiber) und Christian Götz (Zunftmeister und Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vorgänger von Michael Lehmann). Und schon damals legten die Zunftballmacher sehr viel Wert auf technische Finesse und einen gelungenen Auftritt:

Nach drei Stunden Programm heißt es für die meisten: Wir gehen noch lange nicht nach Hause. Laut stets bestens unterrichteten Quellen dauert die Party nach dem Zunftball auch gelegentlich bis in die Morgenstunden.

Und weil es bis nächstes Jahr noch so lange dauert und es im vergangenen Jahr so schön war, hier noch einige Impressionen aus 2020:

Die Kulisse vom digitalen Zeichenbrett: Marin Moch hat schon für Disney gearbeitet und nun hat er für den Zunftball einen Rummelplatz entworfen

Das große Los auf dem Rummelplatz: Die Frohsinn-Achterbahn kennt beim Zunftball nur Höhe- und keine Tiefpunkte

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