Corona ist in den Schulen mittlerweile an der Tagesordnung. Hygienekonzepte, Abstand halten und regelmäßiges Lüften. Trotzdem mussten bereits an vielen Schulen Klassen in Quarantäne. Doch wie sieht es eigentlich in der Kindertagesstätten der Baar aus?

St. Elisabeth geschlossen

Mit 17 Einrichtungen in Donaueschingen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es hier auch einen Kindergarten getroffen hat. Schließlich besteht immer die Möglichkeit, dass sich jemand mit Corona ansteckt und bei aller Vorsicht das Virus auch in die Einrichtung trägt. So ist es geschehen beim katholischen Kindergarten St. Elisabeth der aktuell geschlossen ist. Obwohl zwei Kohorten gebildet wurden, um eine komplette Schließung des Kindergartens im Ernstfall zu vermeiden, musste doch der ganze Kindergarten zu gemacht werden. „Wir dachten erst, dass es nur zwei Gruppen betrifft“, sagt Andrea Fischer, die bei der Verrechnungsstelle Villingen für die katholischen Kindergärten in Donaueschingen verantwortlich ist.

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Keine schweren Erkrankungen

Eine Erzieherin hatte sich im privaten Umfeld angesteckt, daraufhin wurden die kompletten Fachkräfte getestet und zwei weitere Mitarbeiterinnen erhielten ein positives Ergebnis. Doch auch in der zweiten Kohorte ließen sich Erzieherinnen testen und obwohl kein Kontakt zu den anderen Kollegen bestanden habe, wurde auch hier eine Mitarbeiterin positiv getestet. „Wir haben aber zum Glück keine schweren Erkrankungen“, sagt Fischer. Die Mitarbeiter hätten sich auch nicht testen lassen, weil bei ihnen Symptome aufgetreten wären, sondern weil die Quarantäne dies erforderlich gemacht habe. Bei den Kindern sei das Testen freiwillig. Aber diejenigen, die getestet wurden, hätten negative Ergebnisse, sonst hätte das das Gesundheitsamt weitergegeben. Betroffen sind 15 pädagogische Fachkräfte und es wird noch ein paar Tage dauern, bis die 106 Kinder wieder betreut werden können. Die erste Kohorte startet am Montag und die zweite kann dann wieder am 3. Dezember in den Kindergarten kommen.

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Einrichtungen corona-frei

Doch die vier anderen katholischen Einrichtungen sind corona-frei. Ebenso die städtischen Kindergärten und Kindertagesstätten: „Es sind weder Personal noch Kinder mit dem Corona-Virus infiziert und es ist auch niemand in Quarantäne„, sagt Pressesprecherin Beatrix Grüninger. Bleibt noch die evangelische Kindertagesstätte Villa Sonnenschein: „Uns geht es noch allen gut und wir sind corona-frei“, sagt die Leiterin Angela Zimmer.

In St. Marien in Döggingen sind derzeit zwei der drei Gruppe in Quarantäne, offen hat lediglich die Krippengruppe.
In St. Marien in Döggingen sind derzeit zwei der drei Gruppe in Quarantäne, offen hat lediglich die Krippengruppe. | Bild: Roland Sigwart

Zwei Gruppen in Döggingen

Betroffen von einem Corona-Fall in der Einrichtung ist auch der Kindergarten St. Marien in Döggingen. Derzeit sind zwei der drei Gruppe geschlossen, offen hat lediglich die Krippengruppe. Nach der Corona-Verordnung laufe der Betrieb in Döggingen in Tandem-Gruppen. Das offene Konzept erlaubt es, dass sich zwei Gruppen treffen können. „Deshalb sind auch zwei Gruppen in Quarantäne„, erklärt Johannes Graumann von der Verrechnungsstelle für Katholische Kirchengemeinden Stühlingen, die für den Dögginger Kindergarten zuständig ist. Infiziert sei indes lediglich eine Mitarbeiterin. „Die Hygienekonzepte sind so ausgelegt, sodass zumindest die Krippe geöffnet bleiben kann und nicht gleich die ganze Einrichtung schließen muss“, sagt Graumann. Seit den Sommerferien gelte das Konzept, einen Fall habe man in dieser Zeit allerdings nicht gehabt. „Wir sind froh, dass es im Moment nur eine Handvoll betroffen hat.“ Es gebe ja auch größere Einrichtungen im Gebiet, wie etwa in Hüfingen.

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Die Verrechnungsstelle arbeite mit Einrichtungen in verschiedenen Landkreisen. Bekannt geworden sei die positive Testung der Mitarbeiterin aus Döggingen am vergangenen Wochenende. Sofort habe man die Eltern informiert. Das gehe unkompliziert über die Kita-App.

Andere Einrichtungen verschont

Vom Dögginger Kindergarten abgesehen seien in Hüfingen und Bräunlingen keine Kindergärten betroffen, für die die Verrechnungsstelle zuständig sei. Dazu gehören etwa der katholische Kindergarten in Bräunlingen, der katholische Kindergarten St. Verena in Hüfingen und die Kindertagesstätte St. Georg in Behla, zu der auch die Krippe in Sumpfohren gehört. Ähnlich sieht das auch in der evangelischen Luise-Scheppler-Kita in Hüfingen aus: „Bislang sind wir vor Corona verschont geblieben“, sagt Leiterin Myriam Quilamba. Auch im städtischen Kindergarten in Bräunlingen seien bislang keine Fälle aufgetreten sagt Yvonne Roth, stellvertretende Hauptamtsleiterin.

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