In Pfohren steigt bei den Anliegern der alten Bundesstraße die Unzufriedenheit über die zunehmende Verkehrsbelastung entlang der alten Bundesstraße. Auch in Ortschaftsratsitzungen sind Verkehrsbelastung und Geschwindigkeit in diesem Bereich in regelmäßigen Abständen ein Thema.

Mitunter gab es Abhilfe. So verlängerte sich im Sommer 2016 an der Fußgängerampel, welche den Passanten eine sichere Überquerung der alten Bundesstraße zwischen Schlehenweg und dem Baugebiet „Im oberen Grund“ ermöglicht, die Grünphase von zehn auf 15 Sekunden. Im selben Jahr ergab sich als Resultat einer Verkehrsschau, dass Pfohren als erster Ortsteil von Donaueschingen mit einer top modernen Infrarot-Blitzsäule ausgestattet wird, welche die Geschwindigkeit der Fahrzeuglenker im Bereich der Kreuzung Kreisstraße 5756/Alte Bundesstraße überwacht.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Eine derartige Lösung für die heutige alte Bundesstraße wäre ein Traum. Sonja und Roland Volk haben ihren gute Laune noch nicht verloren. Bild: Rainer Bombardi
Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Eine derartige Lösung für die heutige alte Bundesstraße wäre ein Traum. Sonja und Roland Volk haben ihren gute Laune noch nicht verloren. Bild: Rainer Bombardi

Beide Maßnahmen waren für Roland Volk wichtige Entscheidungen die zu einer erhöhten Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer und weitere Passanten im Bereich der Bundesstraße führen. Doch bei einer Reduzierung der Verkehrsbelastung gehen sie Volk, der mit seiner Ehefrau Sonja an Pfohrens Ortseingang seit Jahren erfolgreich ein Fachgeschäft für Bogensport betreibt, nicht weit genug.

Auch Gespräche mit anderen Anliegern kamen zu dem Ergebnis, dass das Verkehrsaufkommen auf der alten Bundesstraße nicht nur steigt, sondern vor und hinter der Infrarotblitzsäule zunehmend den Sicherheitsfaktor schmälert. „Wenn die immer wieder durchgeführten Messungen der Smiley-Geräte, welche die Geschwindigkeit registrieren, stimmen, ist es keine Seltenheit, dass die Fahrzeuglenker mit 70 bis 90 Stundenkilometer die Ortsausfahrt Pfohrens in Richtung Donaueschingen passieren.“

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Volk kennt diese Geschwindigkeiten, weil er von seinem Anwesen aus gut auf den Smiley sehen kann. Um den Verkehr und die damit einhergehende Belastung entlang der alten Bundesstraße besser in den Griff zu kriegen, schlägt Volk diverse Lösungsansätze vor: auch weil er bis heute keine befriedigende Antwort bekam, weshalb die im Rahmen der Verkehrsschau diskutierten Lösungsansätze nicht weiter diskutiert worden sind.

Kerzengerade und abfallend bietet sich die alte Bundesstraße den Rasern geradezu an, die Geschwindigkeiten massiv zu überschreiten. Bild: Rainer Bombardi
Kerzengerade und abfallend bietet sich die alte Bundesstraße den Rasern geradezu an, die Geschwindigkeiten massiv zu überschreiten. Bild: Rainer Bombardi

Sein erster Lösungsansatz bezieht sich deshalb auf eine Reduktion des Schwerlastverkehrs für den seines Erachtens kein Grund mehr besteht die Route über die alte Bundesstraße zu nehmen. „Spätestens nach dem vollständigen Ausbau der B 27 zwischen Ausfahrt Donaueschingen und Ausfahrt auf die B 33 besitzt Pfohren eine intakte Umfahrung für den Schwerlastverkehr„, bemerkt Volk. Kein Betrieb aus dem Pfohrener Industriegebiet müsse die alte Bundesstraße nutzen, um sein Ziel zu erreichen. Auch aus Richtung Kreisstraße/Immenhöfe ist ihm kein Schwerlastverkehr bekannt, der auf die Straße angewiesen ist.

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Volks zweiter Lösungsansatz zielt auf eine Geschwindigkeitsreduzierung des Individualverkehrs ab, die mit geeigneten, nötigenfalls baulichen Maßnahmen, erzielt werden könnte. Roland Volk geht es darum, dass er und eventuell weitere Betroffene ernst genommen werden und Gehör finden für ihre Belange.

„Die heutige Verkehrslage ist rechtsgültig, der Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße ist in der mittelfristigen Planung für Straßenbaumaßnahmen vorgesehen“, erläutert Ortsvorsteher Gerhard Feucht. „Letztendlich ist die Neugestaltung und Klassifizierung auch in finanzieller Hinsicht ein Zusammenspiel zwischen Stadt und Landkreis, in welchem letztendlich der Kreistag entscheidet,“ führt Feucht weiter aus. Zudem verweist er darauf, dass in eine derartige Planung auch die zukünftige Trassenführung eines Gehweges oder die Gestaltung der Bushaltestellen einzubeziehen ist.