Vier Tage Vergnügen und das auch zum Mitsingen: Das Gewölbe hat auch nach 40 Mal nichts an Anziehungskraft verloren. Das Floriansfest in Wolterdingen wurde wieder zum beliebten Anlaufspunkt für Feierfreudige, und diese kamen, egal ob jung oder alt, alle ausgiebig auf ihre Kosten.

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Angela Giesin sticht das Fass an

Der Fassanstich am Freitag-Spätmachmittag hätte noch etwas mehr Publikum vertragen. Doch dem zum Trotz machte Wolterdingens neue Ortschefin, Angela Giesin, einen guten Eindruck bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Nach dem ersten Schlag floss das Bier, ohne dass auch nur ein Tropfen sinnlos zu Boden rann und vergeudet wurde. Im Namen der Ortsverwaltung überbrachte sie auch ein kleines Geschenk für das beliebte Fest im Keller.

Was wäre die Wolterdinger Feuerwehr ohne ihre Altersmannschaft: Edwin Hirt (von links), Manfred Doser, Ulrich Neininger, Heiner Heim, Norbert Ruf, Rolf Dufner und Lothar Schropp.
Was wäre die Wolterdinger Feuerwehr ohne ihre Altersmannschaft: Edwin Hirt (von links), Manfred Doser, Ulrich Neininger, Heiner Heim, Norbert Ruf, Rolf Dufner und Lothar Schropp. | Bild: Anita Reichart

Erst die Arbeit

Der Höhepunkt ist eigentlich nach wie vor die Herbstprobe der Feuerwehr am Samstagmittag. Aus gegebenem Anlass waren dieses Mal dann auch 70 Feuerwehrleute aus Bräunlingen, Hubertshofen, Hüfingen, und natürlich die heimischen Floriansjünger vor Ort, um im Sägewerk Schmiederer, den angenommenen Brand im Technikraum, der dann auf zwei Hallen übergriff, unter Kontrolle zu bringen. Dies wurde auch von gut 40 Interessierten verfolgt.

In der Küche beim Kellerfest gibt es alle Hände voll zu tun. Zu den Spezialisten, die den Überblick bewahren gehört hier Ernst Zwick.
In der Küche beim Kellerfest gibt es alle Hände voll zu tun. Zu den Spezialisten, die den Überblick bewahren gehört hier Ernst Zwick. | Bild: Anita Reichart

Bis in die Morgenstunden

Im Anschluss öffnete dann auch der Keller wieder. Und dies bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags. Es war noch nicht mal 21 Uhr, als es im vorderen Keller stimmungsvoll herging. Alleinunterhalter Rainer Lembold, von der Schwäbischen Alb gekommen, zeigte, wie das Publikum so richtig in Stimmung gebracht werden kann. Dabei sorgte er vor allem für jene Lider, bei denen die Gäste auch mitsingen können. Und das taten sie dann auch.

Mit Schlagern zum Mitsingen bringt Rainer Lembold von der Schwäbischen Alb Stimmung in die Feier im Wolterdinger Keller.
Mit Schlagern zum Mitsingen bringt Rainer Lembold von der Schwäbischen Alb Stimmung in die Feier im Wolterdinger Keller.

Ausgelassene Feier

Die Feier war so fröhlich und ausgelassen, dass schließlich auch einige Vorräte zur Neige gingen. Kein Wunder also, dass zur späteren Stunde dann sogar die Kohlensäure ausging, und es nur noch den Hopfensaft aus der Flasche gab. Auch im angrenzenden Discokeller der Familie Othmer-Schropp ging es hoch her, und umfallen konnte man da nicht. Am Sonntag blieb bei vielen in Wolterdingen die Küche kalt, das Mittagsangebot der Feuerwehr wird von der Bevölkerung geschätzt und rege in Anspruch genommen.

Bereit für den Ansturm auf die Bar: Ron Willmann rüstet sich mit notwendigem Material.
Bereit für den Ansturm auf die Bar: Ron Willmann rüstet sich mit notwendigem Material. | Bild: Anita Reichart

Auch zum 40. Mal also ein positives Fazit, obwohl es heute mit der Feier ja noch weitergeht. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich die Arbeiten im Vorfeld lohnen. Der Einsatz, der dabei investiert wird, ist nicht ohne. Aufbau und Einrichten der Feier im Kellen erstrecken sich über eine Woche.

So geht es weiter

Am Freitag startete das Fest mit einem ordentlichen Fassanstich. Samstag und Sonntag war für Abwechslung und Stimmung gesorgt, doch damit ist das Kellerfest noch nicht am Ende angekommen. Noch heute geht es dort weiter mit der Feier: Am heutigen Kilbig-Montag ist der Florianskeller gegenüber dem Rathaus ab 16 Uhr wieder zum Handwerkervesper geöffnet. Unter anderem wird es dann auch wieder die beliebte Feuerwehrhaxe angeboten. Und auch die Bar geht noch mal auf, sie öffnet ab 21 Uhr für Besucher.