100 Jahre Donaueschinger Musiktage: Das große Jubiläum, das 2021 gefeiert wird, wirft bereits seine Schatten voraus. Musiktage-Chef Björn Gottstein ist bereits kräftig am Planen. Denn er hat sich ein Ziel gesetzt: Unter dem Titel „Musik für Donaueschingen„ soll die Stadt selbst in ein großes Musikinstrument verwandelt werden und zum Klingen gebracht werden.

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Der Schweizer Komponist Daniel Ott wird deshalb eine entsprechende Komposition erarbeiten. Bei diesem Werk soll es aber nicht nur um die Musik gehen, sondern es soll auch eine große Choreografie geschaffen werden, bei der Musik an verschiedenen Orten der Stadt erklingt, in dem sich Musikergruppen in der Stadt bewegen und so das Publikum von vielen Seiten her bespielen. Daniel Ott hat bereits Erfahrung mit solchen Werken. 2006 hat er beispielsweise unter dem Titel „Hafenbecken I & II – Musik für 68 Instrumente im Hafen Basel„ ein ähnliches Werk geschaffen.

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Plan für das Musiktage-Jubiläum in Donaueschingen ist es, dass Ott ungewöhnliche Orte in der Stadt sucht: Hinterhöfe, Büro- und Fabrikgebäude, Privatwohnungen – all diese Orte könne und soll in die Komposition eingebunden werden. „Das Kompositionsvorhaben ist einmalig für die Stadt. Alle können daran teilhaben – die ganze Bevölkerung“, erklärt der Musiktagemacher. Der Beginn der Komposition soll an verschiedenen Orten stattfinden und zum Ende sollen sich dann alle Teilnehmer an einem Ort treffen.

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Doch die Donaueschinger sollen nicht nur als Zuschauer und Zuhörer das Werk konsumieren. Sie sollen auch mit einbezogen werden. So sollen nicht nur Profimusiker das Werk umsetzen, sondern auch Laien, Vereine und andere Formen des Brauchtums sollen in die Gesamtkomposition einbezogen werden. Das Werk soll am Festivalwochenende mit einer Dauer von rund 45 Minuten in der gesamten Stadt aufgeführt werden.

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Da jeder Partner der Musiktage einen eigenen Schwerpunkt setzt und diesen finanziell unterstützt, gibt es von der Stadt Donaueschingen einen einmaligen Zuschuss von 40 000 Euro. Der Kompositionsauftrag für Daniel Ott wird das einzige Projekt sein, das speziell für das Jubiläum geschaffen wird. So gibt es auch einen Forschungsauftrag, bei dem vier Scouts durch die Welt reisen und sich auf die Suche nach experimenteller Musik begeben.

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Und es soll eine Ausstellung geben, die die 100-jährige Geschichte der Donaueschinger Musiktage beleuchtet. Diese soll bereits im Vorfeld im Museum Art-Plus zu sehen. Doch es soll keine einmalige Sache sein, denn die Ausstellung soll in einem kleiner Format auch auf Reisen gehen. Von CDU-Stadträtin Karin Stocker-Werb gibt es bereits die Anregung, dass die Ausstellung zum Abschluss dauerhaft nach Donaueschingen zurückkehrt.

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