In eingeschränkter Gesundheit feierte Blumbergs Ehrenbürger Stefan Scherer am 25. Mai seinen 80. Geburtstag. Der Unternehmer und Kommunalpolitiker sitzt mittlerweile im Rollstuhl, und wo sonst viele Menschen zum Gratulieren kommen, wurde coronabedingt kleiner gefeiert. Zahlreiche Anrufe und Besuche zeigten, welche Wertschätzung er auch heute noch erfährt. Unter den Gratulanten waren Matthias Fischer, der Bürgermeister Markus Keller vertrat, und der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Franz Schuhmacher aus Spaichingen. In der Post war auch ein Brief des früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel.

Bei der Einweihung der Kreisstraße von Fützen nach Beggingen war auch Stefan Scherer, dabei. Im Volksmund hieß die Straße auch „Stefan-Scherer-Pass“. Unser Bild zeigt ihn von links mit Bürgermeister Markus Keller und Landrat Sven Hinterseh. Archivbild: Erich Schüle
Bei der Einweihung der Kreisstraße von Fützen nach Beggingen war auch Stefan Scherer, dabei. Im Volksmund hieß die Straße auch „Stefan-Scherer-Pass“. Unser Bild zeigt ihn von links mit Bürgermeister Markus Keller und Landrat Sven Hinterseh. Archivbild: Erich Schüle | Bild: Erich Schüle

Der Sohn von Edwin und Paula Scherer wuchs mit drei Schwestern auf, darunter seine Zwillingsschwester Klara Laube. Zu den Stadtteilen hat Stefan Scherer ein persönliches Verhältnis. Großvater Franz Xaver Scherer stammte aus Riedböhringen, Großmutter Emma Scherer, geborene Greitmann, stammte aus Randen, seine Mutter Paula Scherer, geborene Schelb, kam aus Überachen. Früh lernte er Verantwortung zu übernehmen. Mit 17 Jahren übernahm er die Blechnerei seines Vaters und baute sie zu einer erfolgreichen Blechnerei mit Sanitär- und Heizungsbetrieb aus. Dabei zeigte er Tugenden, die ihn auch zu einem erfolgreichen Lokalpolitiker machten: Fleiß, Ehrgeiz, einen Willen und Durchsetzungskraft. Er bildete zahlreiche Lehrlinge aus, die Handwerkskammer würdigte ihn mit dem Goldenen Meisterbrief.

Das könnte Sie auch interessieren

Bekannt wurde er vor allem durch sein kommunalpolitisches Engagement. Von 1968 bis 2009 war er im Blumberger Gemeinderat Chef der CDU-Fraktion, ab 1975 Bürgermeisterstellvertreter und ab 1980 im Kreistag. Sein Wort hatte über Blumberg hinaus Gewicht. Sein größtes Bestreben war, Blumberg zu einer angesehenen Stadt zu machen. „Ich bin ein Blumberger Patriot“, sagte er einmal.

Gutes Gedächtnis und gutes Gespür

Stefan Scherer hat ein gutes Gedächtnis, und er hat ein Gespür für Stimmungen. Als der Gemeinderat unter Bürgermeister Stahl über die Gründung einer Stadtjugendpflege diskutierte, und sich, auch durch Widerstand in der eigenen Fraktion, ein Nein abzeichnete, nahm er vor der Abstimmung ein Auszeit zur Beratung. Anschließend einigte man sich auf einen runden Tisch. Danach wurde die Stelle des Stadtjugendpflegers geschaffen und mit Daniel Stengele besetzt. Für Blumberg ein Segen.

Das könnte Sie auch interessieren

Für Aufmerksamkeit sorgte der Jubilar auch als Vorsitzender des Blumberger Luftsportvereins mit spektakulären Flugtagen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz und die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg. In den letzten Jahren machten ihm zunehmend gesundheitliche Beschwerden zu schaffen, ein schwerer Schlag war im Herbst 2019 der Tod seiner Ehefrau Helena Scherer. Doch die Familie um seine beiden Kinder umsorgt ihn liebevoll.

Das könnte Sie auch interessieren