In dem Bemühen um den Verbleib des 21-jährigen Ayslbewerber Buba Jaiteh aus Blumberg-Hondingen meldet sich jetzt auch Blumbergs Bürgermeister Markus Keller zu Wort. Er plädiert dafür, dass der Gambier hier bleiben kann. Er habe sich in Hondingen voll integriert, engagiere sich beim SV Hondingen als Spieler und Trainer und habe zudem in der Familie von Peter und Dagmar Gilly Familienanschluss. Wenn viele Menschen sich engagieren, werde auch eine zwischenmenschliche Erwartungshaltung geweckt.

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Wenn das Soziale in einer Gemeinde durcheinander gebracht werde, drohe die Gefahr, dass das gesellschaftliche Gefüge und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt auseinanderbrechen. Er habe in den letzten Wochen viele Menschen getroffen, keiner habe Verständnis für die Ausreisepflicht gehabt.

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Bürgermeister Keller weist auch auf die positive Entwicklung in der Firma „Rund ums Auto Weißer“ in Riedböhringen hin. Der dort beschäftigte Nabeel Ahmad aus Pakistan war ursprünglich auch Asylbewerber, nicht zuletzt dank der starken Unterstützung von Jürgen Weißer und seiner Familie habe er die Anerkennung geschafft. Er sei aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Keller macht sich Luft: „Ich finde es ein Armutszeugnis, wie mit Menschen und mit der Wirtschaft umgegangen wird.“ In Baden-Württemberg werde die Gesetzesgrundlage härter ausgelegt als in anderen Bundesländern. Dort würden die Menschen, ihre Schicksale und ihre Situation noch einzeln betrachtet.

Buba Jaiteh (rechts) und Arbeitskollege Manuel Martin (links) an ihrem Arbeitsplatz in der Firma Wieländer + Schill in Tuningen. Bild: Bernhard Lutz
Asylbewerber Buba Jaiteh | Bild: Lutz, Bernhard