Es gibt gute Nachrichten: Das Solemar öffnet ab Dienstag, 15. Juni, seine Pforten. Und zwar alle, sowohl die Therme als auch die Sauna.

Noch werkeln hier und da die Handwerker. Die pandemiebedingte Schließungszeit wurde genutzt, um die ursprünglich für Juli 2021 geplanten Sanierungsmaßnahmen vorzuziehen. So konnte die für Juli deswegen geplante Schließwoche umgangen werden und die Fertigstellung der Arbeiten bedeutet quasi eine Punktlandung.

Bereichsleiter René Keller, Andrea Meiers von der Marketingabteilung und Kurgeschäftsführer Markus Spettel müssen sich ständig an veränderte Gegebenheiten anpassen. Alle sind gut vorbereitet und hoffen, dass das Solemar nun dauerhaft geöffnet bleiben kann.
Bereichsleiter René Keller, Andrea Meiers von der Marketingabteilung und Kurgeschäftsführer Markus Spettel müssen sich ständig an veränderte Gegebenheiten anpassen. Alle sind gut vorbereitet und hoffen, dass das Solemar nun dauerhaft geöffnet bleiben kann. | Bild: Naiemi, Sabine

„Das Solemar war ziemlich genau siebeneinhalb Monate geschlossen“, erklärt Kur- und Bäder-Geschäftsführer Markus Spettel. „Jetzt sehen wir hier viele glückliche Gesichter. Wir sind startklar, alle freuen sich.“ Viele der 250 Mitarbeiter der Kur- und Bäder GmbH aus den verschiedensten mussten während der vergangenen sieben Monate komplett zu Hause bleiben. Jetzt könnten sie es kaum erwarten, endlich wieder anzufangen, so Spettel.

Die Becken sind gefüllt und das Wasser lädt einfach nur zum Reinspringen ein. Man kann es kaum erwarten, dass das Solemar wieder öffnet.
Die Becken sind gefüllt und das Wasser lädt einfach nur zum Reinspringen ein. Man kann es kaum erwarten, dass das Solemar wieder öffnet. | Bild: Naiemi, Sabine
  • Die Maßnahmen:r Die Schließungszeit seit genutzt worden, um die ursprünglich für Juli geplanten Sanierungen vorzuziehen, erklärt Spettel weiter. Rund 200 000 Euro seien allein für zwei große Maßnahmen investiert worden, führt Bereichsleiter René Keller aus. Die Duschanlagen sein so modernisiert worden, dass die Gäste jetzt wählen können, mit welcher Wassertemperatur sie duschen wollen. Weiter seien 120 Abdeckungen der Reinwassereinläufe erneuert worden, parallel dazu wurden die Becken nachverfugt. Dann platzte auch noch der Pufferspeicher des Blockheizkraftwerkes. Glück im Unglück war, dass die Therme sowieso geschlossen war, während der Pufferspeicher ausgetauscht wurde. In der Strandperle wurde außerdem der Theken-/Tresenbereich erneuert.

Die neue Ausstattung soll möglichst wiederverwendet werden, wenn der Gastronomiebereich neu gebaut wird. Wie bekannt ist, sollen der Gastronomie- und Ruhebereich neu gebaut werden. Allerdings lässt sich Kurgeschäftsführer Markus Spettel hierzu keine näheren Auskünfte entlocken, denn derzeit laufen die Architektur-Ausschreibungen und er weicht Fragen geschickt aus.

  • Besucherampel: Nachdem der Inzidenzwert im Schwarzwald-Baar-Kreis stabil unter 50 liegt, kann das Solemar vollständig öffnen. Es wird keine Zeitfenster mehr geben wie nach dem ersten Lockdown. Die Therme ist täglich, Montag bis Sonntag, von 9 bis 22 Uhr geöffnet, die Sauna von 10 bis 22 Uhr. Man muss sich auch nicht mehr anmelden. Die einzige Beschränkung, die sich ergibt ist, dass – bis sich alles eingespielt hat – keine Tageskarten ausgegeben werden, sondern nur 3-Stunden-Karten für die Therme und für die Sauna 4-Stunden-Karten.

Theoretisch könnten 500 Personen das Solemar besuchen, aber man wolle sich langsam herantasten. Es müssen ja immer noch Abstand- und Hygieneregeln eingehalten werden. Nach einem komplizierten Rechenspiel, unter Berücksichtigung der verschiedenen Beckengrößen, wird über das Kassensystem die Zahl der Besucher erfasst und zum Beispiel an das Wetter angepasst. Bei schlechtem Wetter befinden sich mehr Gäste im Innenbereich, bei gutem Wetter mehr im Außenbereich. Um dann die Besucherzahl entsprechend regulieren zu können, werden diese Berechnungen über das neue Kassensystem an eine „Besucherampel“ weitergegeben. Diese ist über das Internet für die Gäste abrufbar, die so direkt ihre Besuche planen können. Durch die aktuelle Verordnung wird zum Beispiel jetzt pro vier Quadratmeter eine Person im Wasser gerechnet, bei Therapieanwendungen pro 2,7 Quadratmeter eine Person. Zwar bedeutet dieses System eine Menge Tüftelei, aber so kann man im Solemar schnell und flexibel auf die verschiedenen Situationen reagieren. Das werde jedoch ein wenig dauern, so Spettel, denn die Situation sei für alle neu.

  • Das muss sein: Auch im Solemar gelten die gegenwärtigen Verordnungen. Das heißt: Wer baden will, braucht einen vollständigen Impfschutz, muss von Covid genesen sein oder muss einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen. Die Kontaktnachverfolgung erfolgt über die Luca-App oder per Formular. Im Foyer bis zur Umkleide ist ein Maske zu tragen, im Badbereich kann diese dann weggelassen werden. Aufgüsse oder Dampfbäder sind aktuell noch nicht erlaubt, aber die Massagedüsen in den Becken werden laufen und die Wassergymnastik wird angeboten.
  • Öffnungszeiten: Die Strandbar wird von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein, die Strandperle von 11 bis 21 Uhr, das Mühlenstüble in der Sauna von 10 bis 21.30 Uhr. Der Wellnessbereich soll von 10 bis 20 Uhr geöffnet werden, der Solemar-Shop von 11.30 bis 7 Uhr. Der Fitnessbereich wird Ende Juni öffnen.
  • Tourismus: Anfang Juni habe man noch gedacht, weiter lange Zeit ohne das Solemar auskommen zu müssen. Doch jetzt merke man – das habe die Rücksprache mit den Beherbergungsbetrieben ergeben – dass die Buchungszahlen steigen. Das gebe Anlass zur Hoffnung. Auch die Outdoor-Veranstaltungen begännen jetzt wieder. Im Juli sei übrigens an drei Wochenenden das Kulturgärtle in Planung, verkündete Andrea Meiers.