Eine Vernissage wird es aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben, ebenso keine traditionelle Matinee am letzten Ausstellungstag – doch die Werke der Künstlerinnengruppe K4 sind unter dem Titel „Neue Horizonte“ im Foyer der Roßberghalle Wahlwies zu sehen. Die Ausstellung läuft von 27. November bis 5. Dezember, geöffnet ist dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr sowie an den Wochenenden von 14 bis 18 Uhr. Einen Programmpunkt gibt es am erste Ausstellungstag: Lucia Meyer liest um 16 Uhr für Kinder und Erwachsene aus ihrem Buch „Die kleine Fee“.

Neue Horizonte – diesen Titel interpretierte jede Künstlerin für sich selbst

Esther Wenger hatte Bilder gemalt, die einen Horizont haben. So entstand der Name. Alle haben ihren eigenen neuen Horizont entdeckt. Bei Sabine Müller sind es andere Materialien. „Ich habe zwei Bilder mit Flächen und Linien gemalt – für mich etwas ganz Neues. Das Thema habe ich weiterentwickelt. Es entstand eine Stadt, die Dachziegel der Häuser sind aus Kaffeekapseln. Es handelt sich also um ein Materialbild im Collagenstil“, beschreibt sie.

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Aunchun Hirling hat mit Blumen und Natur ein anderes Thema als zuvor. Auch ihre Technik sei neu. „Sie ist farbiger, sozusagen colorierte Grafik“, erklärt sie. Isa Barlak ergänzt: „Ich wollte schon ewig Bodenseebilder malen. Und ich habe einen Kalender gestaltet, der einen Querschnitt meiner Arbeiten abbildet.“ Sie habe auch mit Ölkreiden kleine Bilder gemalt, dazu viele Acrylbilder und sie arbeite mit Pflanzenfarben und Aquarelltechnik. Außerdem hat sie sich mit Kleistertechnik beschäftigt. „Die entstehenden Strukturen sind sehr inspirierend zum Weiterarbeiten.“ Bei Esther Wenger ist aus Monatsblättern ebenfalls ein Kalender geworden, der neben ihren Horizonten auch andere Bilder enthält. Sie mal mit Acryl auf Bütte und verwendet Naturfarben aus der Provence.

Für die Frauen ist die Ausstellung sozusagen die Ernte ihrer Arbeit

Sabine Müller sagt: „Wir malen, um zu malen, aus reiner Freude. Aber wenn unsere Bilder gesehen werden, ist es wunderbar.“ Während der Öffnungszeiten ist immer mindestens eine der Künstlerinnen anwesend. Zehn Prozent des Bildverkauf-Erlöses spenden die Künstlerinnen an den Verein Kinder- und Jugendhospizarbeit Konstanz.