Beim Neubaugebiet Kapellenäcker am Ortseingang von Stockach aus Richtung Ludwigshafen steht die Erschließung an. Deshalb hat der Stockacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Vergabe der Kanal-, Rohrleitungs-, Sickermulden- und Straßenbauarbeiten beschlossen. Den Zuschlag erhielt die Eigeltinger Firma Friedrich Storz für rund 560.725 Euro brutto.

Die Stockacher Stadtverwaltung hatte die Planung für die Erschließung und insbesondere die Entwässerung vorab mit dem Landratsamt abgestimmt und genehmigen lassen, da der Bebauungsplan noch nicht fertig ist, aber die Zeit drängt: Der Bau des neuen Korian-Pflegeheimes müsse bis Sommer 2022 beginnen, da die Betriebsgenehmigung für das bestehende Seniorenheim auslaufe, so die Sitzungsvorlage. Der SÜDKURIER hat bereits darüber berichtet. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und der Baurechtsbehörde Stockach könne deshalb nun die Erschließung vor der Genehmigung des Bebauungsplanes begonnen werden.

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Abbruchmaterial soll verwendet werden

Das Angebot der Firma Storz ist laut der Sitzungsvorlage im Vergleich zu den Angeboten anderer Firmen sehr günstig. Man könne als Frostschutzmaterial und Unterbau bei der Straße vielleicht das Abbruchmaterial vom Contraves-Areal verwenden. Diese Möglichkeit stimmt das Stockacher Ingenieurbüro Geopro derzeit mit dem Landratsamt ab. Momentan lagert das in Frage kommende Material für den Lärmschutzwall zur Ludwigshafener Straße (B 31-alt).

Vermutlich werde aber nicht alles gebraucht, sodass es kostengünstig für den Unterbau der Erschließungsstraße im Bauabschnitt verwendet werden könnte. Eine nachhaltige und klimafreundliche Nutzung des Aushubmaterials der Baugruben der Gebäude könnte deren Nutzung für den späteren Lärmschutzwall darstellen.

Neben dem neuen Pflegeheim sollen im Kapellenäcker Mehrfamilienhäuser und Bauplätze entstehen. Ebenso soll Wohnraum am Standort des alten Pflegeheims geschaffen werden. Der Rat hat außerdem bereits im Januar beschlossen, das Gebiet über einen neuen Kreisverkehr anzubinden.