Jetzt ist klar: Im Herbst soll es mit dem Abriss und Neubau der Straßenbrücke beim Stockacher Freibad losgehen. Aber nicht am Stück, sondern in zwei Etappen. „Noch in diesem Jahr ab Herbst soll mit der örtlichen Umleitung sowie dem Abriss der alten Brücke begonnen werden“, wie Matthias Henrich, stellvertretender Pressesprecher des Regierungspräsidiums Freiburg, auf SÜDKURIER-Nachfrage mitteilte. Das RP ist zuständig, weil es sich um eine Landesstraße handelt. „Der Ersatzneubau wird vermutlich Anfang 2021 erfolgen“, so Henrich weiter. „Die die Kosten für den Ersatzneubau belaufen sich nach Kostenschätzung auf rund 800.000 Euro brutto.“ Zur Umleitung konnte er noch keine Details nennen.

Es dauerte lange bis zu diesem Punkt. Bereits Anfang September 2017 kam bei einer Routinekontrolle heraus, dass die historische Brücke, über die die wichtige Landesstraße 194 in Richtung Hohenfels und Pfullendorf verläuft, nicht mehr richtig trägt. Die erste Maßnahme war damals eine halbseitige Sperrung mit rot-weißen Baken bis Juni 2018.

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Dann folgte eine Reparatur, damit wieder Verkehr in beide Richtungen auf dem Bauwerk fließen kann. Ein Experte bohrte damals seitlich neun kleine Löcher, die jeweils 2,50 Meter tief waren. Der Verkehr konnte parallel auf der Brücke fließen. In die Löcher kamen 2,8 Zentimeter breite Stahlstäbe, die anschließend mit Epoxidharz im Gestein der Brücke fixiert wurden. Diese Konstruktion verbindet seither den stabilen Teil der Brücke mit dem instabilen und macht die L 194-Brücke wieder voll nutzbar.

Anfangs war die Rede von Abriss und Neubau im Jahr 2019 gewesen. Später hieß es von Seiten des Regierungspräsidiums, dass alles 2020 passieren soll. Nun sind die Arbeiten voraussichtlich auf dieses Jahr und 2021 verteilt. Die Planung hatte sich unter anderem verzögert, weil vor rund einem Jahr noch ein Baugrundgutachten notwendig geworden war.