Der größte Stockacher Arbeitgeber wächst weiter: Die Baumaßnahmen am neuen Technologiezentrum der Eto-Gruppe im Stockacher Gewerbegebiet Hardt schreiten unermüdlich voran. Dies berichtete Geschäftsführer Michael Schwabe am Rande eines Unternehmergesprächs des Wirtschaftsverbandes Industrieller Unternehmen Baden (wvib Schwarzwald AG). „Das Fundament wird gerade gegossen, danach geht es an den Aufbau der Stahlstützen“, sagte Schwabe im Gespräch mit dem SÜDKURIER, und ergänzte, dass man mit Blick auf die Bauarbeiten im Zeitplan liege.

Das neue Gebäude entstehe in unmittelbarer Nachbarschaft zum jetzigen Standpunkt des Unternehmens, das hauptsächlich der Automobilbranche zuliefert. Laut Schwabe investiere die Eto-Gruppe rund 7,8 Millionen Euro für das neue rund 3800 Quadratmeter große Gebäude und die anschließenden Einbauten und Einrichtungen.

170 Mitarbeiter im Neubau

Im neuen Technologiezentrum soll nach Angaben des Geschäftsführers vor allem eines gemacht werden: Forschung. „Wir werden im neuen Technologiezentrum zusätzlichen Platz für etwa 170 Mitarbeiter haben“, betonte Michael Schwabe. Ende Juli soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Damit bieten sich uns am Standort Stockach ganz andere Entwicklungsmöglichkeiten“, so Schwabe weiter.

Geschäftsführer Michael Schwabe stellt beim Unternehmergespräch eine neue Errungenschaft des Unternehmens vor: einen mechanischen Stoppkopf für einen Hochgeschwindigkeitsantrieb.
Geschäftsführer Michael Schwabe stellt beim Unternehmergespräch eine neue Errungenschaft des Unternehmens vor: einen mechanischen Stoppkopf für einen Hochgeschwindigkeitsantrieb. | Bild: Matthias Güntert

Seinen Aussagen zufolge werden im Erweiterungsbau eine Lehrwerkstatt für die Ausbildung, Büroflächen für die Entwicklung und Platz für den Betriebsmittelbau untergebracht. So sollen Synergien geschaffen werden. Ein Beispiel hierfür: „Die Forscher werden im neuen Gebäude enger zusammenrücken, quasi auf Rufweite“, erklärte Schwabe. Denn kurze Wege führen nicht selten zu schnelleren Entwicklungen, ist er sich sicher. Aber auch eine Ausstellung der hergestellten Produkte für Kunden, die bisher nur spärlich möglich gewesen sei, und ein Eto-Shop sollen Einzug halten.

Weitere Neubauten sind möglich

Mit dem neuen Technologiezentrum müsse die Expandierung am Standort Stockach allerdings noch nicht abgeschlossen sein, wie Michael Schwabe verdeutlichte. „Mit dem neuen Gebäude haben wir im Hardt rund 15 000 Quadartemeter Produktionsfläche. Wir können uns dort aber von der Größe her noch einmal verdoppeln“, sagte er. Entsprechende Grundstücke in der Nachbarschaft seien bereits im Besitz des Unternehmens.

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Das Technologiezentrum sei aber nicht nur für den weltweiten Erfolg des Unternehmens ein wichtiges Projekt, es stärke laut Michael Schwabe auch den Standort in Stockach. Oder wie er es ausdrückte: „Stockach ist der Dreh- und Angelpunkt der Firma. Hier halten wir den Betrieb zusammen.“ Jede Produkt, das es auf den Markt schaffe, werde in Stockach vorgestellt und bewertet. „Sie alle müssen durch den Stockacher Test“, so Schwabe. Er selbst nennt diesen Vorgang „Stockacher Hearing“. „Wir wollen das Erfahrungswissen, das hier gesammelt wird, in die weltweit agierenden Standorte tragen.“

Eto liegt auf Erfolgskurs

Dass es bei Eto derzeit so gut läuft, bezeichnete Michael Schwabe im Rahmen des Unternehmergespräches als privilegierte Situation. Dies liege zum einen daran, dass 95 Prozent des jährlichen Gewinns wieder in das Unternehmen refinanziert werden. Dies gelinge, da die Firma größtenteils der Christa und Hermann Laur-Stiftung gehöre. Deswegen fließen die restlichen fünf Prozent in soziale und charitative Projekte und Organisationen.

Zum anderen profitiere Eto von neuen Trends in der Autozulieferer-Branche: Autos und Lastwagen müssen sicherer sein, Verbrennungsmotoren umweltverträglicher sein und sparsamer laufen, und die Anzahl an Dieselfahrzeuge stagniere. Darauf habe man im Unternehmen reagiert, so Schwabe. So sei Spritspartechnik von Eto mittlerweile in allen VW-Marken enthalten und General Motors wolle diese einführen.

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