In Zizenhausen wird derzeit in die Röhre geschaut. Und dies ist wörtlich zu nehmen. Denn im Zuge der Sanierungsarbeiten auf der Bundesstraße 313 ist nicht nur ein Teil der Ortsdurchfahrt am südlichen Ortseingang derzeit gesperrt, aktuell werden auch meterweise Rohre für einen neuen Staukanal unterirdisch verlegt.

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Der Grund hierfür liegt in einem anderen Bauvorhaben: „Die 200 Meter Radweg, die derzeit dort entstehen, bilden den Lückenschluss auf der Strecke nach Zizenhausen„, berichtete Simon Müller von der Neubauleitung Singen des Regierungspräsidiums Freiburg (RP). Durch die Schaffung des neuen Radweges inklusive Querungshilfe am Ortseingang sei es endlich möglich, so Müller, dass die Radfahrer und Fußgänger auf der richtigen Fahrbahnseite in den Stadtteil gelangen.

Kein Durchkommen mehr: Bis zum 31. Oktober wird die Ortsdurchfahrt für den Verkehr komplett gesperrt bleiben.
Kein Durchkommen mehr: Bis zum 31. Oktober wird die Ortsdurchfahrt für den Verkehr komplett gesperrt bleiben. | Bild: Matthias Güntert

Doch die 200 Meter Radweg haben es in sich: Um die Bundesstraße, welche auf Grund des Radwegneubaus teilweise in Richtung Aach verschoben werden muss, vor einem Abrutschen zu sichern, muss eine sehr aufwendige, rückverankerte Bohrpfahlwand angebracht werden. Und hier liegt der Teufel im Detail. Die Bohrpfähle, die alle bis in eine Tiefe von acht Metern eingelassen werden, würden dort auf einen Staukanal der Stadt Stockach treffen. Und diese könnten die bestehenden Röhren beschädigen. „Deshalb müssen wir den Kanal verlegen“, erklärt Müller.

Die Fahrbahn wird breiter

Einher mit den Arbeiten geht auch eine Verbreiterung der Fahrbahn und der Bau eines zusätzlichen Gehweges am östlichen Fahrbahnrand zur Stockacher Aach hin. Und auch dieser Gehweg ist etwas besonderes: Er wird ausgekragt. Dies bedeutet, dass ein Teil frei schwebend realisiert wird. „Ein Stück über den Hang hinaus“, so Müller.

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Über drei Monate, bis zum 31. Oktober, dauern die Arbeiten. Laut Polier Uwe Kräger werden dafür pro Tag bis zu fünf der bis zu zwei Metern Durchmesser messenden Rohre verlegt. Bis Ende Juli soll der Staukanal fertig sein. „Wir werden über den Sommer keine Pause einlegen, damit die Sperrung nicht länger bestehen bleibt, als nötig“, versichert Müller.

RP weist auf Umleitung hin

Er weist noch einmal deutlich auf die ausgeschilderte Umleitung hin: Diese führt für den überörtlichen Verkehr nach Meßkirch über die B 14 und B 311. Er wünsche sich, dass sich auch Fußgänger an die kleinräumige Umleitung halten. „Durch die Baustelle zu gehen, ist nicht nur verboten, sondern auch sehr gefährlich“, betont er. Müller berichtet davon, dass es immer wieder zu Meldungen komme, dass Bürger versuchen die Baustelle verbotenerweise zu durchqueren.

Auf der Zielgeraden: Frank Wangler (links) und Dirk Pfanner (rechts) verlegen die letzten Steine für die Außenanlage der Schule in Zizenhausen. Im Hintergrund steht das neue Klettergerüst.
Auf der Zielgeraden: Frank Wangler (links) und Dirk Pfanner (rechts) verlegen die letzten Steine für die Außenanlage der Schule in Zizenhausen. Im Hintergrund steht das neue Klettergerüst. | Bild: Matthias Güntert

Neues Außengelände an der Schule

Zizenhausens Ortsvorsteher Michael Junginger ist zufrieden, denn die längst in Zizenhausen geplanten Sanierungsarbeiten, zu denen auch der neue Radweg am Ortseingang zählt, schreiten zügig voran. Auch bei der Sanierung der Außenanlage des Schulhofs der Anton Sohn Grundschule geht es kurz vor den Sommerferien auf die Zielgerade zu. Die Gesamtkosten der Schulhofsanierung liegen bei rund 130.000 Euro. Die Erneuerung der Zaunanlage am selben Standort steht noch aus, denn diese wurde noch nicht vergeben, teilte Junginger mit.
Und das wurde gemacht: Laut Manfred Raff vom Bauamt der Stadtverwaltung Stockach wurde der Schulhof so gebaut, dass der vorhandene Baum in die Planung integriert wurde. Um die Grundmauern des historischen Gebäudes weiterhin vor Frost zu sichern und trotzdem eine weitestgehend ebene Hoffläche zu bekommen, wurden Beton-Sitzblöcke in abgestufter Form versetzt. „Ein neues Kletter-Spielgerät wurde samt der zugehörigen Fallschutzfläche in Rücksprache mit der Schulleitung angeschafft und versetzt“, so Raff. Die beschatteten Sitz-Einfassungen um die runde Bauminsel sollen später zum Verweilen einladen. Zudem habe die Schule laut Raff angedacht, den Schulhof mit einem oder zwei Hochbeeten zu bereichern. „Der Schulhof soll zum neuen Schulbeginn nach den Ferien fertig sein“, teilt Raff mit. (ich)