Noch ziert die Brandruine der ehemaligen Scheffelhalle die Einfahrt in die Singener Innenstadt. Aber nicht mehr lange. Denn mit dem Abbruch der Brandruine soll nun begonnen werden. Startschuss für den Abbruch ist laut Stadtverwaltung Singen am Dienstag, 2. November. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Ende des Jahres andauern.

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Für die Entsorgung des durch Asbest belasteten Materials ist Christian Kezic, Leiter der Abteilung Gebäudemanagement, die Firma Tis aus Aach beauftragt worden. Dabei handle es sich um jene Firma, die auch unmittelbar nach dem Brand schon die Flächen rund um die Scheffelhalle von Brandabfällen gereinigt und die auch den Auftrag für den ersten Teilabbruch erfüllt hätte.

Im November 2019 zerstörte ein Feuer die Singener Scheffelhalle.
Im November 2019 zerstörte ein Feuer die Singener Scheffelhalle. | Bild: Feuerwehr Singen

Kezic unterteilt die Arbeiten in zwei Bereiche: Der relativ unproblematische Teil, stellt dabei der Abtransport des aussortierten, reinen Asbestzement der Dacheindeckung dar. „Das problematische Material ist der mit Asbest durchmischte Brandschutt. Er wird nach unserem Kenntnisstand auf die Deponie in Billigheim gebracht“, sagt Kezic.

Keine Gefahrenlage für Anwohner

Gefährlich seien die Abbrucharbeiten laut Kezic für Anwohner und Passanten indes nicht. „Es gibt nichts zu beachten, außer dass die Baustelle nicht betreten werden darf“, sagt er. Die Arbeiten würden gemäß der geltenden technischen Regeln für solche Arbeiten ausgeführt. „So lange mit Asbest im Baufeld zu rechnen ist, wird Staub weitestgehend vermieden“, betont Kezic. Was es allerdings zu beachten gibt: Die Parkplätze rund um die Scheffelhalle werden ab dem 2. November nicht mehr zur Verfügung stehen – bis auf die Stromtankstelle.

Aktuell ist die Brandruine der Scheffelhalle gesperrt. Der Grund: In den Resten wurde Asbest gefunden.
Aktuell ist die Brandruine der Scheffelhalle gesperrt. Der Grund: In den Resten wurde Asbest gefunden. | Bild: Matthias Güntert

Und wie geht es dann weiter? Wie OB Bernd Häusler im Gemeinderat jüngst anmerkte, soll ein Grundsatzbeschluss noch in diesem Jahr fallen. Auch mit dem Thema Architektenwettbewerb werde sich der Gemeinderat noch 2021 Gedanken machen müssen. Er hoffe, dass 2023 mit dem Bau der neuen Scheffelhalle begonnen werden könne. Das Jahr 2022 werde aller Voraussicht nach für die Planung benötigt.