Jahn, der am Samstag, 8. Mai, bei einem Fahrradunfall bei Chicago starb, hat nicht nur weltweit Flughafenterminals, in Frankfurt den Messeturm und in Rottweil den Aufzug-Testturm gestaltet, sondern auch den Hegau Tower in Singen. Dessen Geschäftsführer Laurent Burkart, der zur Eigentümerfamilie gehört, äußert sich schockiert über den Tod des 81-Jährigen. Jahn sei ein sehr inspirierender Mensch mit starker Ausstrahlung gewesen. Burkart erinnert sich an einen Auftritt mit dem Star-Architekten in Chicago vor einigen Jahren, als sie bei einer Konferenz des Council on Tall Buildings sprachen. Jahn habe dabei vom ersten Treffen mit dem damaligen Singener Oberbürgermeister gesprochen und davon, wie er einen ersten Entwurf auf eine Serviette gezeichnet habe, erzählt Burkart heute: „Beim Gedanken daran bekomme ich jetzt noch Gänsehaut.“

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Geplant wurde das Gebäude unter Oberbürgermeister Andreas Renner, verwirklicht mit OB Oliver Ehret. Der Hegau Tower wurde von der damaligen städtischen Wohnbaugesellschaft GVV errichtet und wird von vielen Seiten für deren Pleite verantwortlich gemacht. Die Familie Burkart erwarb ihn vor drei Jahren. Der amtierende OB Bernd Häusler würdigt Jahns Gebäude: Der Hegau Tower sei allein aufgrund seiner Höhe stadtbildprägend, schreibt er in einer Stellungnahme.

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