In Zeiten von Fake News, in denen Informationen manipuliert und als Falschmeldungen verbreitet werden, stellt sich immer mehr die Frage nach der Wahrheit. Auch innerhalb der Kirchen ist das ein zentrales Thema, und so eröffnet das Städtische Kunstmuseum Singen in Kooperation mit der Erzdiözese Freiburg die Ausstellung "Was ist wahr", deren Titel nicht als Frage gestellt ist, das Ausstellungsjahr. Gezeigt werden Arbeiten von 19 Künstlern, die für den Kunstpreis 2019 der Erzdiözese Freiburg nominiert wurden.

Es geht nicht nur um fromme Kunst

Museumsleiter Christoph Bauer und Katharina Seifert, Referentin Kunst, Kultur und Kirche der Erzdiözese Freiburg, stellten nun die Ausstellung vor. Diese zeige, wie das Thema aus kultureller Sicht verstanden werden könne, betonte Seifert, dass es dabei nicht nur um "fromme" Kunst gehe.

Die von einer Fachjury aus 194 Bewerbungen ausgewählten Arbeiten würden das Thema aus zahlreichen Blickwinkeln wie Religion, empirische Wissenschaften, Ethik, Gesellschaft oder Kunst reflektieren. Einen Schreibtisch und die typische Büropflanze hat Künstlerin Daniela Takava aufgestellt. Da werde das Objekt wirklich "wahr" – wie Katharina Seifert und Christoph Bauer am Kunstwerk erläutern. Mit der Ausstellung "Was ist wahr" startet das Singener Kunstmuseum in das Ausstellungsjahr 2019.

Von Malerei bis Videokunst

"Die Schau vereint Arbeiten aus den Gattungen Video, Installation, Objektkunst, Malerei und Zeichnung zu einem Parcours, der Seh- und gedankliche Positionen in Frage stellt", erläuterte Bauer. Um in einen Dialog mit dem Publikum zu treten, wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das von der Erzdiözese unterstützt wird.

Ab April präsentiert der Kunstverein Singen die "SingenKunst 2019", unter dem Titel "Stadt. Berg. Fluss." mit Arbeiten von 21 Künstlern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Zeitgenössische Kunst zeigen auch die Sommerausstellungen "Hier und Heute. Neue Kunst vom See" und "Das Dunkel spreizt seine Flügel", mit Fotografien von Florian Schwarz, der zu Sternwarten rund um den Globus reist.

Kunst am Hohentwiel

Kunstgeschichtliches gibt es mit der Ausstellung "Exil am Bodensee. Künstler auf der Höri." Als Glanzlicht des Jahres 2019 kündigte Bauer die Ausstellung "HTWL. Der Twiel im Blick" im Rahmen des Kulturschwerpunkts an, eine Kooperation mit Stadtarchiv und Kulturbüro. Dabei geht es um die künstlerische Adaption des Hohentwiels in diversen Epochen und Gattungen.

Das digitale Zeitalter bedeute einen Wandel auch für die Museen. Anstelle eines Museumsbesuchs nutzten immer mehr Menschen Smartphones und Bildschirm, um Kunst anzuschauen. Viele Häuser würden über abnehmende Besucherzahlen klagen, so Bauer. Mit 8200 Besuchern, sieben eigenen Ausstellungen und vier Katalogen ist der Singener Museumsleiter sehr zufrieden mit dem Ausstellungsjahr 2018.

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