Es ist schon erstaunlich, welche Nebenwirkungen die Singener Klimaaktivisten der Schülerdemonstrationen „Fridays for Future„ erzeugen. Über Facebook haben sie zur Teilnahme an einer großen Putzaktion am Samstag ab 9 Uhr aufgerufen. Rund 150 Bürger, darunter viele Jugendliche, haben sich angemeldet. Sie wollen aufsammeln, was andere achtlos weggeworfen haben. Sie wollen Vorbild sein für einen bessern Umgang mit dem persönlichen Lebensraum. Das ist ein guter Anfang. Ein Umdenken findet statt, wenn auch in kleinen Schritten. Über 30 Jahre lang hat der Chef der Stadtreinigung, Jörg Wagner, das Verhalten der Bürger beobachten können. Damit die Menschen mehr Verantwortung gegenüber dem eigenen Lebensraum übernehmen, müsse die Basis schon im Kindergarten gelegt werden. Nach dem Motto: Wer ein Vesper isst, kann anschließend die Verpackung wieder mit nach Hause nehmen. Solange das nicht selbstverständlich ist, bedarf es solcher Putzaktionen, wie sie am Samstag in Singen stattfindet.

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