Alexander Wittmer ist einer, der die Verlegung des Hohentwiel-Festivals vom Singener Hausberg auf den Rathausplatz bedauert. Er wollte dieses Jahr zum ersten Mal auf der Hohentwielruine ein Konzert besuchen, da ihm früher noch keine Band zusagte. Auch andere Festival-Fans hätten die Konzerte lieber auf der Burgruine erlebt. Jörg Scheurer sagt, woran das liegt: die Atmosphäre ist viel familiärer.

Unabhängig von der Festivalverlegung laufen die Vorbereitungen rund. Mit einem Blick auf die Restaurants vor dem Konzertgelände gibt Roland Frank, Geschäftsführer Kultur und Tourismus Singen, beispielsweise nur ein kurzes „Gastronomie läuft“ von sich. Auf dem Hohentwiel wäre der Aufwand ein anderer, da sie dort mit einer schwierigen Infrastruktur arbeiten müssten. Dazu zählte der Einsatz von Shuttles.

Weniger Helfer als sonst

Auf dem Hohentwiel wären bis zu 200 Helfer nötig gewesen, erklärt der Geschäftsführer, auf dem Rathausplatz seien es deutlich weniger. Und die professionellen Gastronomiebetreiber auf dem Gelände hätten den gleichen personellen Aufwand wie auf dem Hohentwiel.

Steinschlag-Gefahr als Grund für die Verlagerung

Zur Erinnerung: Das Burgfest sollte zweitägig stattfinden, es wäre das 50. Burgfest gewesen und hätte gut zur Eingemeindung des Hausbergs durch die Stadt Singen vor 50 Jahren gepasst. Die Burg selbst gehört immer noch dem Land Baden-Württemberg, die Verwaltung aber ist Sache der Stadt Singen. Dieses Jahr finden die Hohentwielfestival-Konzerte wegen der Sperrung der Ruine wegen drohenden Steinschlags auf dem Rathausplatz statt.

Nach dem Konzertauftakt mit der Heavy-Metal-Band Dream Theater ist am Donnerstag der Auftritt von Wincent Weiss mit seinen millionenfach gestreamten Pop-Hits wie „Musik sein“ oder „Feuerwerk“ geplant – laut Roland Frank sind dafür nur noch wenige Karten verfügbar.

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Dann der Samstag: James Morrison kommt aus seiner Heimat Großbritannien nach Singen und gehört fraglos zu den Top-Künstlern des Festivals. Den Abschluss macht am Sonntag die Band In Extremo mit ihrer Vorband Fiddler‘s Green. Die deutsche Mittelalter-Rockband muss auf ihrer Burgentour 2019 in Singen leider auf die Burg verzichten.

Beschränkungen beim Handgepäck

Verzicht ist ebenso bei den Getränken angesagt. Für ein friedliches Miteinander weist der Veranstalter darauf hin, dass nur Plastikflaschen ohne Deckel mit bis zu 0,5 Liter Füllvermögen und nur kleine Mengen Lebensmittel oder notwendige Medikamente auf das Gelände mitgebracht werden dürfen. Diese dürfen in Bauch- oder Handtaschen bis zu einer Größe von einem DIN A4 Blatt transportiert werden. Die Besucher dürfen ebenfalls nur ihre Mobiltelefone oder kleine Kompaktkameras mitnehmen.

Große und professionelle Digital- und Spiegelreflexkameras sowie Tablets, GoPros sowie andere Video- und Tonaufzeichnungsgeräte sind nicht auf dem Gelände gestattet. Sitzgelegenheiten und Regenschirme jeglicher Art, Helme, Selfie-Sticks, Lärminstrumente, Spray- und Gassprühdosen sind auf dem Konzertgelände ebenfalls nicht gestattet.