Kurz und trocken fasste zu Beginn der Mitgliederversammlung des JFV Singen im Ratssaal der stellvertretende Jugendvorstand Siegfried Wohner die derzeitige Situation im Verein so zusammen: „Der JFV lebt, steckt einiges weg, ist eine tolle Sache in der Theorie und in der Praxis sieht es manchmal anders aus.“ Das Schiff sei derzeit wieder in ruhigerem Gewässer und auf gutem Kurs. Auch freue man sich darüber, dass der SV Hausen seit 1. Juli aktives Mitglied im JFV sei, wie Wohner resümierte.

Die ersten jungen Spieler tragen das JFV-Trikot in der Öffentlichkeit

Auch OB Bernd Häusler, der als 1. Jugendvorstand amtiert, sieht den JFV als nicht ganz einfache Aufgabe, bei dem vieles unter einen Hut zu bringen sei, doch hätten Trainer und Vorstandschaft die Herausforderung angenommen. Er dankte dann für das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten, das er als unglaublich hoch bezeichnete.

Erste Erfolge seien sichtbar, nicht nur im fußballerischen Bereich, sondern auch in Bezug auf die Identifikation der jungen Spieler, die auch in der Öffentlichkeit die Trikots des JFV trügen, wie der OB feststellte.

11 Teams sind aktiv

Von großem Interesse war dann der Bericht des neuen sportlichen Leiters Adam Fall, der im letzten Winter diese wichtige Funktion übernahm. Der Vater von zwei Kindern hat die Jugendakademie des SC Freiburg durchlaufen, in der 3. Liga Profi-Fußball gespielt und verfügt als Trainer über die A-Lizenz.

Den Trainern in den Vereinen steht er bei der Jugendarbeit beratend zur Seite, wobei er es spannend finde, mit Kindern im goldenen Lernalter zu trainieren, wie er erklärt. Er gab einen Abriss über die aktuelle Situation der 11 Jugendmannschaften des JFV, die von den A-Junioren bis zu den D-Junioren aktiv am Spielbetrieb beteiligt sind.

Enormer Zulauf bei der D-Jugend

Er berichtete dann davon, dass viele qualifizierte Trainer dazugekommen seien und zwei Spieler derzeit die B-Lizenz erwürben. Sehr positiv sei, wie Adam Fall ergänzte, dass derzeit ein enormer Zulauf bei der D-Jugend (ab 12 Jahren) zu verzeichnen sei. Beim Ausblick kam er auf die neu gegründete Mädchenmannschaft zu sprechen, die auch am Spielbetrieb teilnehmen werde.

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Ziel des JFV sei grundsätzlich, die Spieler in Singen zu halten, indem man den Jugendkickern eine Plattform biete, um sich hier weiterzuentwickeln, wobei es nicht nur um das Fußballerische gehe, sondern auch um pädagogische Dinge, um Entwicklung der Jugendlichen als Persönlichkeiten, wie der sportliche Leiter ergänzte.

Auch die Vernetzung mit Schulen und Kindergärten wolle man durch Kooperationen intensivieren. Zudem wolle er den Austausch unter den Trainern verbessern und nicht zuletzt den JFV über die Stadtgrenzen hinaus bekannter machen.

292 spielberechtigte Jugendliche

Geschäftsführerin Rita Jeske-Pless erwähnte in ihrem Tätigkeitsbericht, dass es derzeit 292 spielberechtigte Jugendliche gebe, davon 12 Mädels. Sie sprach dann vom hohen Aufwand mit An- und Abmeldungen für die Flüchtlingskinder, vom Schriftwechsel mit Behörden und dass der Verein bei der Organisation der nächsten Hallenbezirksmeisterschaften gefordert sei, die der JFV ausrichte.

Hilfe von Unternehmen macht Mut

Auch Robert Zubcic, genannt „Robbi“, der sich als Trainer erfolgreich um die D1-Junioren kümmert, kam zu Wort und zwar in seiner Funktion als Leiter Sponsoring, in der er ebenso motiviert und mindestens so erfolgreich agiert wie als Trainer. Derzeit seien schon 45 000 Euro an Sponsorengeldern für den JFV geflossen, wie er erklärte.

Die Unterstützung durch städtische Unternehmen sei eine breite, wofür man im Verein sehr dankbar sei. Aber auch Kleinförderungen durch Privatpersonen seien wichtig, er wolle sie noch ausbauen.

Dankbar für Unterstützung

Schatzmeister Alexander Endlich berichtete fürs Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 13. Juni 2019 von knapp 120 000 Euro Einnahmen sowie Ausgaben in Höhe von 105 000 Euro. Bei den Einnahmen schlagen die Zuwendungen der Stadt Singen mit 50 000 Euro erheblich zu Buche, ebenso die Sponsorengelder in Höhe von 31 000 Euro. Heinrich Fellner vom SV Hausen nahm schließlich bei der Versammlung die Entlastung des Vorstandes vor, die einstimmig erfolgte.