Ein fast nicht endender Ordensregen ergoss sich an der Ordenssitzung des Rattlinger Narrenvereines Burg Rosenegg über die Narren und deren Freunde. Die höchste Ehrung, die von der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee ihren Mitgliedern ausgesprochen werden kann, wurde Dagmar Wenzler-Beger zuteil. Rainer Hespeler, Präsident der Narrenvereinigung, überbrachte ihr höchstpersönlich den Obristen-Orden. Nur wenige, besonders verdiente Narren erhalten diesen Orden.

Es hätte den zeitlichen Rahmen der Sitzung gesprengt, den fasnächtlichen Lebenslauf von Wenzler-Beger Revue passieren zu lassen, fasste Hespeler zusammen. Besonders hob er ihr Engagement als Regisseurin bei den Martini- und Narrenspielen hervor. Seit fast 40 Jahren bringt sie ihr Schauspieltalent und ihre Kreativität in den Verein ein. Mit einem lang anhaltenden Beifallssturm bezeugten die versammelten Narren ihre Anerkennung.

Weitere Auszeichnungen für verdiente Mitglieder

Gerline Schellinger und Regina Fortenbach wurden für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft im Narrenverein mit der Ehrennadel in Silber geehrt. Beide engagieren sich in vielfältiger Weise für den Verein. Außerdem erhielt Regina Fortenbach an dieser medaillenreichen Ordenssitzung ein neues Haustier. Für den Vereinsdackel gab es einen Dackelorden. Sie sei der Prototyp einer Kassiererin und sein persönlicher Diamant, ehrte Holger Reutemann, der Chef der Rattlinger, die Ordensträgerin. Mit dem Holzorden des Vereines und der Ehrennadel in Silber der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee wurden Gunnar Kattge und Marlene Martin für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein geehrt.

Der Abend war trotz der Trauer um Bernhard Beger (Bögyi), der Ende Dezember überraschend gestorben war, Trost spendend und Mut machend, die Freude an der Fasnacht kam nicht zu kurz. Besonders vielversprechend könnte der Abend für die "Wiiber" ausgegangen sein. Als alte Männer hatten sie sich an schmucke Damen rangemacht und den in Wahrheit feschen Männern geschmeichelt.