Auf ein von der Corona-Pandemie geprägtes Vereinsjahr blickte Olav Kromrey, Vorsitzender des Stahringer Turn- und Sportvereins, im Rahmen der Hauptversammlung zurück. Mit der Vergangenheit und „allem, was im vergangenen Jahr den Bach heruntergegangen ist“ hielt sich der Vorsitzende nur kurz auf. Im Oktober 2020 kam der gesamte Trainingsbetrieb bereits zum zweiten Mal seit Ausbruch der Pandemie vollständig zum Erliegen. Zudem musste der Verein auf alle Feste, die seit vielen Jahren fester Bestandteil des Jahreskalenders sind, verzichten. Vor allem die Tatsache, dass alle Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen, die ursprünglich für Juli 2020 geplant waren, zum zweiten Mal verschoben werden mussten, war für den Verein eine große Enttäuschung.

Das Vereinsjubiläum, aber auch die Diskussionen rund um das Baugebiet „Freiwiesle“ waren für Oberbürgermeister Martin Staab Anlass, einige Worte an die anwesenden Bürger zu richten. Er sei guten Mutes, dass die Erschließung des Baugebiets angesichts des „sauberen Prozesses“ ruhigen Gewissens und planmäßig erfolgen wird.

Sport- und Trainingsbetrieb konnte zumindest teilweise wieder aufgenommen werden

Ebenso optimistisch fiel der Blick des Vorsitzenden in die Zukunft des Vereins aus. „Es wird alles wiederkommen“, versprach Olav Kromrey. Das Jubiläumsfest soll nun im Juli 2022 ausgerichtet werden – ein erster Schritt zurück in liebgewonnene Traditionen war die Bildersuchwanderung. In diesem Jahr konnte sie trotz Corona-Kontaktbeschränkungen mit angepasstem Konzept stattfinden und wurde laut Kromrey zu einem Riesenerfolg. Zu verdanken sei dies vor allem dem großen Engagement zweier Personen: Walter Drexler und Denise Zimmermann.

Vor wenigen Wochen konnte auch der Sport- und Trainingsbetrieb zumindest teilweise wieder aufgenommen werden. „Aktuell ist die Wertschätzung, welche die Trainer durch die Kinder und Eltern erfahren, besonders hoch“, berichtete Denise Zimmermann, Leiterin der Abteilung Turnen und Leichtathletik. „Wir brauchen mehr Trainer“, erklärte Denise Zimmermann angesichts des großen Zulaufs vor allem in den Leichtathletik-Gruppen. Auch in der Abteilung Fußball geht es wieder los. Seit Mitte Juni können die Fußballer wieder gemeinsam trainieren – darunter auch eine „Bambini“-Gruppe, die im vergangenen Jahr gegründet wurde.

Seit neuestem bietet der TSV auch Yoga an

„Wir haben eine sehr treue Mitgliedergemeinde“, sagte Olav Kromrey. So habe es in der schweren Zeit der Pandemie nur wenige Vereinsaustritte gegeben. Damit dies auch künftig so bleibt und der Verein sich zudem für neue Mitglieder attraktiv aufstellt, hat der Vorstand im vergangenen Jahr eine Umfrage durchgeführt. „Die Umfrage hat uns wichtige Erkenntnisse geliefert, wie wir unser Sport- und Trainingsangebot noch erweitern können“, berichtete Stefanie Klepser, Zweiter Vorsitzende des TSV.

So bietet der TSV seit neuestem auch Yoga an. Bereits seit 45 Jahren im Programm ist hingegen eine Frauen-Gymnastikgruppe. Sie wurde von Monika Bölli gegründet und wird bis heute von ihr geleitet. Monika Bölli wurde von Denise Zimmermann im Namen des Vereins als „eine tragende Säule in der Vereinsgeschichte“ für ihr Engagement geehrt.

Einstimmige Wahl der Vorstandsmitglieder

Damit der Verein auch künftig so erfolgreich ist, braucht es einen Vorstand, der als Team arbeitet. Alle Vorstandsmitglieder, die sich zur Wiederwahl stellten, wurden einstimmig wiedergewählt. Neu im Vorstand sind Jonas Merk (stellvertretender Leiter der Abteilung Fußball), Simone Jerg (Kassiererin der Abteilung Turnen/Leichtathletik) sowie Alexander Muffler (stellvertretender Jugendvertreter der Abteilung Fußball).