Im Mettnaupark gibt es neue Skulpturen. Am vergangenen Samstag wurden die aktuellen Arbeiten des Bildhauersymposiums, das in der vergangenen Woche stattgefunden hatte, feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung haben aus erster Hand erfahren, was es mit den Arbeiten auf sich hat.

Alle fünf Künstler sind mit ihren Arbeiten unter freiem Himmel fertig geworden.

Die Fragilität des Wohlstandes

Etwas knapp wurde die Zeit lediglich bei Birgit Heil. Ihr Heinz, eine figürliche Darstellung eines Mannes, der auf einem Kissenstapel sitzt, war noch nicht komplett ausgetrocknet und mit seiner endgültigen Farbe versehen. Gleichwohl fand der Mann das Wohlwollen der Betrachter.

Mit ihrer Plastik wollte sie nach eigenem Bekunden die Fragilität des Wohlstands zum Ausdruck bringen. „Wir sitzen auf dem Luxus und das ist eine sehr wackelige Geschichte“, ließ sie wissen.

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Noch elementarer wollte Beate Leinmüller ihr Werk aus Eichenholz verstanden wissen. Das Objekt in Keimform stehe für das Sinnbild des Lebens: „In jedem kleinen Saatkorn steckt das Leben“, sagte sie zu ihrem Werk, das sie mit der Kettensäge erschaffen hatte.

Die gleiche Technik wendete auch Heike Endemann an. Ihr Objekt ist ohne echte Vorbereitung und Planung entstanden. Mit der Säge bearbeitete sie einen Eichenstamm, so dass er eine besonders unruhige Oberfläche erhielt. Persönlich sah sie sich an Wasser erinnert, was sie mit dem Titel „Gischt“ zum Ausdruck brachte.

Falten als Sinnbild für ein turbulentes Leben

Lust auf Berührung machte offenbar die Steinmetzarbeit des Radolfzellers, Vincenz Repnik. Er hatte eine Frauenfigur aus Sandstein gefertigt. Vor allem der Faltenwurf, der aus seiner Sicht ein turbulentes Leben zum Ausdruck bringen soll, hatte es den Veranstaltungsbesuchern angetan.

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„Hoch hinaus“ ging es beim gleichnamigen Werk des Niederländers Jan Douma. Die Kettensägearbeit verbindet zwei Elemente, die viel Spielraum für Interpretationen zulässt. Für ihn selbst charakterisiert das Objekt den Vorgang, wie man es „zu zweit nach oben schafft“, erklärte er.