Familie, Freunde, Wegbegleiter haben bei der Begräbnisfeier auf dem Waldfriedhof Radolfzell würdevoll von Rainer Alferi (83) Abschied genommen. Eine stattliche Anzahl an Trauergästen stellte die Narrizella Ratoldi, doch auch die Aktionsgemeinschaft Radolfzell war fast komplett mit Mitgliedern aus dem aktuellen und früheren Vorstand vertreten. Dazu kamen Kolleginnen und Kollegen an seinen beruflichen Wirkungsstätten Schiesser und Stadtverwaltung Radolfzell sowie Vertreter der Seelsorgeeinheit St. Radolt.

Eine Radolfzeller Persönlichkeit

Roswitha Guhl-Paulus, die für die Familie zu den Trauergästen sprach, stellte fest: „Rainer Alferi war eine herausragende Radolfzeller Persönlichkeit.“ Hätte es die Einschränkungen der Corona-Regeln nicht gegeben, noch viele mehr hätten den Weg auf den Waldfriedhof gefunden. Er sei ein unermüdlicher Macher gewesen, den immer neue Ideen und Projekte umgetrieben hätten. Dabei habe er sich um andere gesorgt und sei gesellig gewesen. Mit einer festen Orientierung: Das Münster habe eine zentrale Bedeutung in seinem Leben gehabt.

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Und das Hausherrenfest. Davon berichtete Pfarrer Heinz Vogel. Er habe Rainer Alferi als einen erlebt, der ständig auf dem Marktplatz rauf- und runtergeradelt und den Münsterturm rauf- und runtergestiegen sei. Da hatte er eine Führung und dort einen Vortrag. „Er hatte einen Draht zu den Menschen“, sagte Vogel. Als Heimfürsprecher Alferi am Ende seiner Krankheit selbst habe ins Pflegeheim Heilig Geist einziehen müssen, habe er gesagt: „Ich weiß, ich bin ein Pflegefall. Das muss ich lernen.“

Ein Stück Narrizella

Die große Einsatzbereitschaft und das Verantwortungsgefühl für das „Große und Ganze“ des Verstorbenen rückte Martin Schäuble als Präsident der Narrizella in den Mittelpunkt. Er sei mehr als Ehrenzunftmeister und „Ehren-Garde-Huptmaa“ gewesen, „er war ein Stück Narrizella„. Sein Tod sei ein großer Verlust für die Narrizella „und ein großer Verlust für Radolfzell – Danke Rainer Alferi“. Roswitha Guhl-Paulus schickte ihm diesen Gruß hinterher: „Rainer auf dem Rad gehörte zum Stadtbild, er fährt nicht mehr.“

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