Radolfzell ist für viele Menschen Heimat, ob hier geboren oder zugezogen. Jeder versteht etwas anderes darunter, doch das Gefühl ist irgendwie gleich. Diese verschiedenen Aspekte von Heimat und wie Ur-Radolfzeller, Alt-Radolfzeller und Neu-Radolfzeller die Stadt sehen, gibt es gebündelt in der Sonderausgabe des Zeller Magazins. Anlässlich der Heimattage 2021 hat man eine Ausgabe ganz dem Thema Heimat gewidmet.

Vom Wahl-Badener zum Radolfzeller

So beschreibt zum Beispiel Oberbürgermeister Martin Staab wie er als Wahl-Badener in Radolfzell sein Zuhause gefunden hat. Romy Bromma, Vorsitzende der Trachtengruppe Alt Radolfzell beschreibt, wieso das Brauchtum für die Radollzeller so sinnstiftend ist. Und wie sehr die Bürger an ihren Traditionen hängen und diese auch mit Leben füllen.

Rainer Alferi schreibt in seinem Beitrag über den Wäschehersteller Schiesser, der für viele Familien, inklusive seiner eigenen, nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Heimat wurde. Sein Großvater begann um 1900 als Kutscher bei dem Unternehmen, er folgte der Familientradition.

So unterschiedlich der Werdegang und die persönliche Definition von Heimat sind, eins haben alle gemein: Die Menschen in der Stadt, Freunde, Begegnungen auf dem Wochenmarkt oder an der Fasnacht, das macht den Unterschied aus.

Heimattage sollen die Heimat neu erleben lassen

Die Heimattage finden in Baden-Württemberg seit 1978 statt. Den Auftakt machten sie damals in Konstanz. Doch seitdem war die Veranstaltung nicht mehr zu Gast am Bodensee. „Radolfzell holt die Heimattage zurück an den See“, verkündet OB Martin Staab stolz.

Um sich der Stadt selbst, aber auch dem ganzen Bundesland zu präsentieren, habe man sich bei der Gestaltung der Heimattage auf drei Kernbereiche konzentriert. Einmal macht das Brauchtum, die Fasnacht, die Trachten und der Dialekt Radolfzell so besonders.

Musik wird eine große Rolle spielen

Ein weiterer Punkt ist die außergewöhnlich schöne Landschaft und Natur um Radolfzell und den See, die in das Konzept integriert werden sollen. Und, wie sollte es auch anders sein, möchte sich Radolfzell als Musikstadt präsentieren.

Bei rund 31 000 Einwohner von 0 bis 102 Jahren seien 2000 aktive Musiker durchaus ein Indiz dafür, dass Musik in der Stadt eine große Rolle spiele, schreibt Autorin Marina Kupferschmid in ihrem Porträt über die Familie Rauch, deren Mitglieder allesamt sehr musikalisch sind.

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