Auf der Mettnau wird in den Tourismus investiert. Der geplante neue Wohnmobilstandort in der Ecke Schießhütten- und Strandbadstraße ist auf den Weg gebracht worden. Der Gemeinderat einigte sich auf die mittlere Variante, die rund eine Million Euro kosten soll. Nach Abzug von Fördergeldern in Höhe von 15 Prozent verbleiben bei der Stadt dann knapp 761 000 Euro.

Gebaut werden sollen nicht nur die asphaltierten Stellplätze, sondern auch eine Ver- und Entsorgungsstation sowie ein Gebäude mit Toiletten und Duschen für Damen und Herren. Dies soll in Modulbauweise gebaut werden. In das Gebäude sollen auch öffentliche Toiletten für die Besucher des Sportplatzes integriert werden. Die sanitären Anlagen für die Wohnmobilisten werden jedoch nur vom Wohnmobilplatz aus zugänglich sein. Außerdem werden entsprechend Mülleimer und Glascontainer am Platz angesiedelt sein – jedoch weit genug vom Eingang entfernt, um eine ansprechende Eingangssituation für die Besucher zu schaffen. Mit dem Platz möchte die Stadt Radolfzell sowie die Tourist- und Stadtmarketing GmbH den Wohnmobil-Tourismus in Radolfzell beleben. Um den Platz attraktiver zu gestaltet, sollen Bäume und Hecken für ausreichend Begrünung sorgen.

Urlaub im Wohnmobil zählt als sanfter Tourismus

In der FGL-Fraktion war man sich noch immer uneins, ob man den Platz nun gut oder schlecht findet. Gisela Kögel-Hensen begrüßte die Investition in den Wohnmobilplatz. Urlaub im Wohnmobil zähle noch immer als sanfter Tourismus, und den wolle man schließlich fördern. Waltraud Fuchs hingegen äußerte erneut ihren Unmut über die Dimensionen des Platzes. Die ganze Infrastruktur wäre eine Nummer kleiner besser, und mehr Parkplätze auf der Mettnau brauche wirklich niemand.

Auf dem Platz soll es 30 Standplätze für Wohnmobile geben, die pro Tag 15 Euro kosten sollen. Hinzu kommen Richtung Stadion etwa 140 Pkw-Parkplätze. Bereits bei einer jährlich durchschnittlichen Auslastung von mindestens 40 Prozent soll die Einrichtung schwarze Zahlen schreiben.