Der Testlauf ist geglückt: Benedikt Hoffmann ist einen Berg-Halbmarathon auf einem Laufband in einer Stunde und 55 Minuten gelaufen. Zehn Prozent Steigung waren eingestellt, das entspricht 2100 Höhenmetern. Der Test verlief, abgesehen von kurzen technischen Problemen, reibungslos. Sogar während des Endspurts hatte Hoffmann genügend Luft für einige Worte. Somit stehen die Vorzeichen gut für den Weltrekordversuch im Bergmarathon auf dem Laufband, der am Samstag, 4. Juli, in Nagold starten soll.

Laufen unter Laborverhältnissen

Da aufgrund der Corona-Krise beinahe alle sportlichen Großveranstaltungen abgesagt sind, sei er auf die Idee dieser neuen Herausforderung gekommen. Als besonders schwierig empfinde er die gleichbleibende Situation und die konstante Belastung.

Beim Marathon auf dem Laufband fällt Benedikt Hoffmanns Blick meist auf die Anzeige des Laufbands. Auf einem Fleck zu laufen ist eine völlig andere Herausforderung als Strecken- und Höhenmeter in den Bergen zurückzulegen.
Beim Marathon auf dem Laufband fällt Benedikt Hoffmanns Blick meist auf die Anzeige des Laufbands. Auf einem Fleck zu laufen ist eine völlig andere Herausforderung als Strecken- und Höhenmeter in den Bergen zurückzulegen. | Bild: Natalie Reiser

Bei Bergläufen ändern sich Landschaft, Steigung und die Luftverhältnisse. „Auf dem Laufband zu laufen ist praktisch laufen unter Laborverhältnissen“, erzählt Hoffmann, der auch Mitglied der Nationalmannschaft ist. Auch die Konkurrenz und großes Publikum fallen weg.

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Als Hoffmann die letzten hundert Meter schweißnass in Angriff nimmt, sorgen die Zuschauer vor dem GEA Gesundheitszentrum jedoch auch für Stimmung und feuern kräftig an. Der Testlauf sei wichtig in Hinblick auf Nagold gewesen, erzählt Hoffmann. Er habe zwar auf dem Laufband trainiert, doch nicht so lange. „Die Muskeln haben die konstante Belastung gut mitgemacht. Es hat richtig Spaß gemacht“, so sein Fazit.

Langsam einsteigen, dann Gas geben

Auch die Taktik, zunächst langsamer einzusteigen, mit etwa elf Kilometern pro Stunde und das Tempo später zu steigern, sei gut aufgegangen. Die Zeit, die Hoffmann am 4. Juli in Nagold laufen wird, wird als erster Weltrekordversuch im Bergmarathon auf dem Laufband eingetragen. Verbunden mit dem Lauf ist eine Spendenaktion für das Förderprojekt „Corona-Nothilfe-Pakete“ des Deutschen Kinderhilfswerks.

Infos unter:www.bene-hoffmann.de

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