Am Internationalen Tag der Umwelt hat die grenzübergreifende „Pastorale Kunstbrücke„ zeitgleich in Öhningen und Stein am Rhein ihre Pforten eröffnet. Ein Jahr lang werden täglich in vier Kirchen jeweils um 11 Uhr und um 16 Uhr der dritte Satz der Sechsten Sinfonie Beethovens, die „Pastorale“, zu hören sein. Danach aber wird sich das Musikprogramm in den kommenden Monaten verändern.

„Kunst ist der Kitt“

Was und wie genau wollte Hilde von Massow aber nicht verraten. „Lassen Sie sich überraschen“, sagte die Initiatorin der Höri-Musiktage. Es wird aber Zusammenhänge mit den Installationen des im Kanton Thurgau lebenden Künstlers Daniel Gallmann geben. „Kunst ist der Kitt, der auch in komplizierten Zeiten eine Gesellschaft zusammenhält“, sagte Gallmann, der an diesem Nachmittag zum ersten Mal das Zusammenspiel mit den Werken Beethovens und die Wirkung seiner Installation auf die Besucher in der Kirche St. Hippolyt und Verena in Öhningen erlebte.

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Pfarrer Stefan Hutterer erläuterte: „Kunst und Kirche haben schon immer zusammengehört. Wie in anderen Krisenzeiten auch, sind Kirchen Orte, die Menschen zusammenführen und so zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.“ Dieser gesellschaftliche Zusammenhalt steht auch für Hilde von Massow im Vordergrund. „Wir erleben jetzt, wie schmerzlich wir Dinge vermissen, die noch vor einem halben Jahr als selbstverständlich galten“, sagte sie bei der Eröffnung. Neben alltäglichen Dingen wie dem Einkauf in der Nachbargemeinde Stein am Rhein, zählte sie Treffen mit Freunden und natürlich auch unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen auf. Ihrer Meinung nach werde es eine Zeit lang brauchen, bis sich eine Normalität wieder eingestellt hat.

Mit großem Sicherheitsabstand und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen fand die Eröffnung zur ersten grenzübergreifenden Kulturbrücke statt.
Mit großem Sicherheitsabstand und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen fand die Eröffnung zur ersten grenzübergreifenden Kulturbrücke statt. | Bild: Michael Jahnke

Mit den Worten: „Alle Konzerte, die in diesem Jahr nicht stattfinden können, werden wir auf das kommende Jahr verschieben“, gab Hilde von Massow eine Vorausschau auf die Zukunft Höri-Musiktage. Alle für dieses Jahr engagierten Musiker hätten bereits für die Konzerte im nächsten Jahr zugesagt.