Es hatte sich über einen kurzen aber intensiven Wahlkampf angedeutet. Kurz nach 19 Uhr war es dann Gewissheit: Mühlingen muss weiter auf einen Nachfolger von Amtsinhaber Manfred Jüppner warten. Denn bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag hat keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen können. „Damit erfolgt in zwei Wochen eine Neuwahl“, sagte Jüppner bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses vor dem Mühlinger Rathaus. Der zweite Wahlgang findet am Sonntag, 4. Oktober, statt. Dann reicht eine einfache Mehrheit.

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So haben die Mühlinger gewählt

Für Peter Kible votierten 40,58 Prozent der Wähler. Das entspricht 487 Stimmen. Auf dem zweiten Rang landete Thorsten Scigliano. Auf ihn entfielen 32,50 Prozent (390 Stimmen) der abgegebenen Stimmen. Markus Fecker landete mit 26,33 Prozent (316 Stimmen) der gültigen Stimmen auf dem dritten Platz. Die Wahlbeteiligung lag laut Bürgermeister Manfred Jüppner bei 61,97 Prozent. „Das entspricht den Erwartungen, aber angesichts einer richtungsweisenden Bürgermeisterwahl hätte die Beteiligung ein bisschen höher ausfallen dürfen“, betonte er.

Auf in Runde Zwei

Nun wird es also in zwei Wochen noch einmal einen Urnengang geben. Sowohl Peter Kible, als auch Thorsten Scigliano und Markus Fecker signalisierten kurz nach der Bekanntgabe des Ergebnisses, dass sie erneut antreten werden.

Kible sieht sich kurz vor dem Ziel

„Natürlich mache ich weiter, ich bin kurz vor dem Ziel“, sagte Peter Kible. Mit der Rangfolge bei der Wahl sei er zufrieden. Es gelte jetzt zwei Wochen lang weiter Wahlkampf zu betreiben und die Mühlinger von seinen Zielen zu überzeugen. „Wahlkampf ist ein sehr anstrengendes Gebiet, alle drei Bewerber machen dies nicht aus Spaß an der Freude“, bekräftigte er.

Scigliano will weitere Stimmen mobilisieren

Auch Thorsten Scigliano denkt nicht ans Aufhören: „Von Null auf 32 Prozent ist super, damit bin ich sehr zufrieden.“ Der Abstand zu Peter Kible betrage lediglich 90 Stimmen. „Jetzt gilt es, noch einmal 100 Stimmen zu mobilisieren“, so Scigliano.

Fecker hatte auf besseres Ergebnis gehofft

Markus Fecker wolle das Ergebnis aus dem ersten Wahlgang erst einmal sacken lassen und für sich interpretieren. Aber er erklärte, dass er weitermachen wolle. „Ich hatte mir ein besseres Ergebnis erhofft, aber so ist eben Demokratie“, sagte er.

Jüppner: Wahlkampf wird sich zuspitzen

Amtsinhaber Manfred Jüppner ist davon überzeugt, dass der Wahlkampf, der bisher äußerst fair abgelaufen sei, in den kommenden zwei Wochen an Härte zunehmen werde. „Es wird sich zuspitzen, denn jetzt gilt es“, so Jüppner.

Amtsinhaber Manfred Jüppner wählte am Sonntagvormittag in seinem Wahllokal im Göhren. Corornaconform mit Mund-Nasenbedeckung, war er seinen Wahlzettel in die Urne im Mühlinger Rathaus.
Amtsinhaber Manfred Jüppner wählte am Sonntagvormittag in seinem Wahllokal im Göhren. Corornaconform mit Mund-Nasenbedeckung, war er seinen Wahlzettel in die Urne im Mühlinger Rathaus. | Bild: Doris Eichkorn

Für Florian Zindeler, Hohenfelser Bürgermeister, sei es erwartungsgemäß gewesen, dass es kein Ergebnis im ersten Wahlgang gegeben hat. „Das Ergebnis zeigt aber auch, dass der Unterschied überschaubar ist“, sagt Zindeler. Sein Amtskollege aus Bodman-Ludwigshafen, Matthias Weckbach, sieht weiterhin ein offenes Rennen um den Chefsessel im Mühlinger Rathaus: „Es kommt jetzt darauf an, wer noch einmal Wähler mobilisieren kann.“ Und ohnehin stehe am 4. Oktober eines fest: „Dann wird Mühlingen definitiv einen neuen Bürgermeister haben“, sagte Matthias Weckbach.

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Laut Amtsinhaber Manfred Jüppner sind am Sonntag, 4. Oktober, alle Wahlberechtigten zu einem zweiten Urnengang aufgerufen. Bis zum Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr habe weitere Bewerber Zeit, ihre Unterlagen abzugeben. „Dann werden die Stimmzettel in Druck gegeben“, so Jüppner.

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