Zwei Tage in Folge besuchte der Weltmeister von 2014 das erst kürzlich eröffnete Lokal in der Sigismundstraße in der Nähe des Lago. Beinahe wäre den Betreibern ihr prominenter Gast gar nicht aufgefallen. „Meine Frau hat ihn am Mittwoch bedient und ihn gar nicht erkannt“, erzählt Besitzer Marco Turchi.

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Auch tags darauf, als er selbst im Laden war, fiel Turchi der 34-Jährige unter der Maske zunächst gar nicht auf. „Als ich das Impfzertifikat kontrollierte und seinen Namen las, dachte ich, es sei eine Kontrolle vom Ordnungsamt, das sich Spaßnamen ausgedacht hat“, erzählt Turchi mit einem Schmunzeln. Wenig später habe er dann den prominenten Gast angesprochen: „Sind Sie der Fußballer?“ Dann habe sich die Situation aufgelöst.

So sieht die Kaffeebar Romeo in der Konstanzer Altstadt von außen aus.
So sieht die Kaffeebar Romeo in der Konstanzer Altstadt von außen aus. | Bild: Marco Turchi

Eine knappe Stunde soll Khedira bei seinem zweiten Besuch in der Kaffeebar in der Konstanzer Altstadt verbracht haben. „Es war ein ganz lockeres Gespräch. Wir haben uns sehr intensiv über Kaffee unterhalten. Sami Khedira interessiert sich sehr dafür“, erklärt Turchi. Das zeigt Khedira auch durch seine Fotos auf seinem Instagram-Kanal.

Fünfeinhalb Jahre lang spielte der heutige Fußball-Rentner beim Verein Juventus Turin im Norden Italiens. Turchi vermutet, dass in dieser Zeit Khediras Leidenschaft für hochwertigen Kaffee und kleine Bars im italienischen Stil entstand. Der Ex-Kicker hat dann am Ende seines Besuchs im Konstanzer Lokal auch eine Packung Bohnen für seine eigene Maschine gekauft.

Ein Blick ins Innere der Bar. Mitte Oktober öffnete sie in der Sigismundstraße.
Ein Blick ins Innere der Bar. Mitte Oktober öffnete sie in der Sigismundstraße. | Bild: Marco Turchi

Doch was machte Sami Khedira überhaupt in Konstanz? In seinen sozialen Medien erfuhr man davon nichts. Turchi erzählt: „Er sagte mir, dass er für ein paar Tage in der Stadt ist. Er ist wohl alle paar Monate hier und sagte, er werde auf jeden Fall wiederkommen.“

Der Rielasinger Marco Turchi und seine Frau haben die Kaffeebar Romeo Mitte Oktober 2021 eröffnet – bisher mit mäßigem Erfolg. „Anfangs lief es richtig gut, aber seit der Alarmstufe und der 2G-Regelung im Einzelhandel ist das Geschäft fast komplett eingebrochen. Aber wir werden es überleben und hoffen auf einen guten Frühling.“

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