Der Montag war einer der intensivsten Tage, seit Jürgen Kaz als Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums in Amt und Würden ist. „Wir haben zusammen mit dem Sekretariat bis in den späten Abend hinein telefoniert“, sagt er. „Jetzt haben wir alles geregelt.“

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Rückblick: Nachdem er am Montagmorgen von einem positiven Corona-Test einer Schülerin aus der elften Klasse erfuhr, schickte Jürgen Kaz vorsorglich alle übrigen 119 Schüler dieser Jahrgangsstufe nach Hause.

Kontaktpersonen herausfiltern

Daraufhin wurde fieberhaft eruiert, wer mit dieser Schülerin in Kontakt stand. „Wir mussten herausfiltern, wer Kontaktperson der Kategorie eins und wer Kontaktperson der Kategorie zwei war“, erklärt der Direktor. „Sie hatte sich nicht in der Schule infiziert, sondern beim privaten Nachhilfeunterricht.“

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Bild: Tesche, Sabine

Dabei stellte sich heraus: 78 Schüler hatten große Schnittmengen mit der infizierten Mitschülerin, sie wurden in die Kategorie eins eingeteilt, also als Personen mit engem Kontakt und daher mit höherem Infektionsrisiko. „Mit diesen Familien mussten wir telefonieren“, so Jürgen Kaz. Im Auftrag des Gesundheitsamt schickte die Schule an die Familien Fragebögen zum Gesundheitszustand der Mitglieder sowie Informationen zum Schutz vor Infektionen und zum Krankheitstagebuch.

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Das Robert-Koch-Institut sieht eine 14-tägige Quarantäne vor sowie eine Reduzierung der Kontakte zu anderen Personen im Haushalt. Zeigen diese Personen Symptome, die denen einer Covid-19-Erkrankung ähneln, greifen die nächsten Maßnahmen.

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Auch die übrigen betroffenen Elftklässler sind vorsorglich daheim, vier Lehrer sind ebenfalls betroffen. „Es findet Online-Unterricht nach Stundenplan statt“, erklärt Jürgen Kaz. Präsenzunterricht der vier Lehrer in anderen Jahrgängen wird durch Vertretungslehrer aufgefangen. Am Freitag kommender Woche, also am Tag vor Beginn der Herbstferien, kommen Lehrer und Elftklässler wieder in die Schule, dann endet die Karenzzeit.

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