Am Mittwoch endete in Friedrichshafen, was in Konstanz gar nicht erst begonnen hat: das vorübergehende Autokino. Auf dem Messegelände am gegenüberliegenden Seeufer lief am Abend zum Abschluss die deutsche Verfilmung des Bestsellers „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Die Messe-Gesellschaft und das Kulturbüro der Stadt zogen nach fünf Wochen Betrieb ein positives Fazit, etliche Vorführungen seien in den vergangenen Wochen ausverkauft gewesen.

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Langes Genehmigungsverfahren und zu treffende Maßnahmen standen im Weg

Für das Areal auf Klein Venedig dagegen hat der Singener Veranstalter Bonanza Events seinen Antrag nun zurückgezogen. Geschäftsführer Kay Brüggemann begründet dies mit dem „langen Genehmigungsverfahren“ und „den vor Ort zu treffenden Maßnahmen“.

Kay Brüggemann, Geschäftsführer von Bonanza Events.
Kay Brüggemann, Geschäftsführer von Bonanza Events. | Bild: privat

Die Entscheidung sei in Absprache mit den Behörden der Stadt Konstanz getroffen worden. Stattdessen hätten Bonanza und die Konstanzer Partner-Firma J&C-Veranstaltungstechnik nun ein Konzept für das Bodenseestadion eingereicht, das derzeit noch von der Stadt geprüft werde.

Im Mai waren die Veranstalter noch zuversichtlich

Das Ende des Kurzzeit-Kinos in der Friedrichshafener Messehalle A 1 wurde mit dem zwischenzeitlich erfolgten Startschuss für reguläre Kinos begründet. Seit diesem Monat dürfen die Betreiber gemäß der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ihre Säle unter Auflagen für bis zu 100 Besucher wieder öffnen.

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Auch Kay Brüggemann nennt dies als weiteren Grund für den Rückzug. Schon Mitte Mai bekannte er zu den Autokino-Plänen, dass „ein solches Projekt sehr viele kleine und große Baustellen“ beinhalte und nannte beispielsweise logistische Herausforderungen auf dem Klein Venedig oder das Warten auf die Zuteilung von Radiofrequenzen für die Tonübertragung ins Auto durch die Bundesnetzagentur. Dennoch waren Bonanza und J&C-Veranstaltungstechnik damals zuversichtlich, „der Stadt Konstanz etwas bieten zu dürfen“.

Pläne für Sommerferien: Kommt die Bühne im Bodenseestadion?

Ungeachtet der Absage für ein Autokino und nahezu aller Feste soll es im Konstanzer Sommer dennoch ein Kulturangebot geben – auch unter freiem Himmel. Bekannt ist schon länger, dass das Theater den Münsterplatz für eine begrenzte Zuschauerzahl bespielt, die Südwestdeutsche Philharmonie befindet sich noch in der Abstimmung ihres Ferienprogramms. Und: Das Bodenseestadion könnte – trotz der Absage des für Anfang September geplanten Tote-Hosen-Konzerts – noch eine Bühne erhalten.

Bühnenprogramm statt Sport? Das ist fürs Bodenseestadion denkbar.
Bühnenprogramm statt Sport? Das ist fürs Bodenseestadion denkbar. | Bild: Oliver Hanser

Laut Stadtverwaltung werde geprüft, ob dies während der Sommerferien möglich ist. „Das Ziel ist, verschiedene kleine Formate wie Open-Air-Kino, Partys und kleinere Konzerte auf einer Bühne stattfinden zu lassen“, erklärt Brüggemann seine Ideen. Eines jedoch wird man im Stadion nicht sehen: Autos. Eine Anreise per Bus, Fahrrad oder zu Fuß passe aber auch „besser zum Konstanzer Klimanotstand„.

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