Die Fürstenbergstraße wird am Mittwoch im Laufe des Tages wieder für den Verkehr freigegeben. Dies teilte die Stadt mit. Auf knapp 700 Meter zwischen Riedstraße und Siebenbürgener Weg wurde in den vergangenen 14 Monaten asphaltiert, gebaggert und gebaut. Fast drei Monate früher als geplant ist man fertig geworden, verkündet die Stadt in einer Pressemitteilung stolz.

Die Firmen waren flott. Das Teilstück der wichtigen Verkehrsader Fürstenbergstraße wartet nun mit neuen Wasser- und Stromleitungen, Glasfaser, Gehwegen, einer erneuerten Kanalisation, modernen Straßenlampen und Ampeln auf.

So sah es dort im März 2020 aus:

Bild aus dem März 2020.
Bild aus dem März 2020. | Bild: Eva Marie Stegmann

Und so am Dienstag:

Bild: Eva Marie Stegmann

Mitgemacht haben neben der Stadt Konstanz auch die beiden Eigenbetriebe Stadtwerke und Entsorgungsbetriebe. Noch am Dienstag wurde auf dem Teilstück ab der Einmündung Riedstraße gegenüber Edeka an den letzten Details gefeilt.

Gehwege sind breiter geworden

So war zum Beispiel Alois Halbartschlager von Siemens mit dem Transporter unterwegs und hat die neuen Ampeln für die Fußgänger eingestellt.

Bild: Eva Marie Stegmann

„Das ist alles auf dem neuesten technischen Stand“, sagte er, während er mit Kabeln hantierte. Wenige Meter von ihm entfernt lief Julia Wirth mit Sohn Maxi den Gehweg entlang.

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An vielen Stellen wurde der Weg für Fußgänger verbreitert, so dass er überall auf zwei Meter kommt. Dafür hat die Stadt, wie Pressesprecher Walter Rügert mitteilte, Grundstücke zugekauft.

Geruch nach frisch verlegtem Asphalt

Am Dienstag war es noch ruhig, da noch keine Autos fuhren, und roch nach frischem Asphalt. Der Straßenbelag noch neu, Schilder warnten vor der Überquerung der Straße, weil es heiß werden könnte unter den Füßen und Reifen.

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„Wir freuen uns, dass die Fürstenbergstraße wieder offen ist“, sagte die Anwohnerin Julia Wirth. „Endlich fährt der Bus wieder, super.“ Auch das Parken gestalte sich einfacher.

Verkehr soll langsamer rollen

Ab Donnerstag sind die Linien 2 und 12 des Roten Arnolds wieder im Einsatz – anstatt der zusammengelegten Linie 2/12. Linie 2 startet ab und bis zur Haltestelle „Radolfzeller Straße“, die Linie 12 ab und bis Haltestelle „Urisberg“, wie die Stadt bekannt gab.

Vier Bushaltestellen in Betonbauweise

Die Schulbusse fahren weiter wie bisher. Vier Bushaltestellen befinden sich im ausgebauten Abschnitt – neu in Betonbauweise, berichtet die städtische Presseabteilung. Grund: Beton ist belastbar.

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Straßenschäden durch den Busverkehr würden nachhaltig vermieden, die Lebensdauer der Flächen steige.

Rückkehr der Busse herbeigesehnt

Die Rückkehr der Busse herbeigesehnt hat auch der kleine Kiosk im hinteren Teil der Fürstenbergstraße. „Wir hoffen, dass nun wieder mehr Kunden kommen“, sagte das Kioskinhaberpaar Speth.

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Damit sprachen sie sicher vielen Händlern in der Fürstenbergstraße aus der Seele, die nun alle wieder gut erreichbar sind, sei es mit dem Rad, dem Auto, dem Bus oder zu Fuß. „Und ich kann nun wieder schneller mit dem Bus zu meinem Hausarzt nach Wollmatingen“ fügte Stammkunde Rolf Singelmann hinzu, der es sich vor dem Kiosk auf einer Bank gemütlich gemacht hat. Einen Kilometer spare er sich.

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Für Radfahrer sind neu auf der gesamten Länge 1, 25 breite Streifen. Die Stadt will durch diese räumliche und optische Aufwertung ohne Mittelmarkierung für die Autos erreichen, dass der Verkehr langsamer rollt.

Eisdielen-Inhaber Valentin Laski hatte doppelt Grund zum Aufatmen: Freie Fahrt für die Kunden dank der Straßenöffnung und kollektive Eislaune dank frühsommerlicher 20 Grad.

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Als der SÜDKURIER im März 2020 an der Baustelle war, war die größte Sorge der Händler die Straßensperrung. Dass die Pandemie so schlimm werden würde, daran dachte noch keiner. Auch für die Redakteurin war es einer der letzten Termine, an denen Corona nicht im Mittelpunkt stand.

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Einer war nicht ganz zufrieden: Anwohner Catak Kalender. Er kehrte mit einem Besen auf dem neuen Gehweg Baudreck weg. „Ich hätte mir gewünscht, dass der Baum weg kommt, damit ich Zufahrt zu meinem Parkplatz habe.“

Bild: Eva Marie Stegmann

Bei anderen Grundstücken sei das so gemacht worden. „Warum bei uns nicht?“, fragte er.