„Ich bin kein CDU-Mitglied. Ich kandidiere frei, unabhängig, parteilos, finanziere meinen Wahlkampf zu 100 Prozent aus eigenen Mitteln, habe keine Gönner, keine Spender“, stellt OB-Kandidat Andreas Matt zu Beginn seiner Vorstellung im Konzil sofort klar. Das ist ihm wichtig, „weil ich allen Konstanzern gleich verpflichtet sein werde“.

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Bereits im Jahr 2012 habe er überlegt, für das Amt des Konstanzer Oberbürgermeister zu kandidieren. Seit acht Jahren habe er sich einen Wahlkampf-Etat zurückgelegt. Wie ernst es ihm ist, will Andreas Matt deutlich machen, indem er sagt, „ich habe keinen Plan B“, wenn er nicht gewählt werde.

Diese Punkte kritisiert Matt an Amtsinhaber Burchardt

Andreas Matt spart nicht mit Kritik an Amtsinhaber Uli Burchardt. Er spricht von verpassten Chancen, denn die Stadt hätte das Siemens-Areal kaufen sollen; bezüglich Klimanotstand – er will Konstanz „lieber als Stadt der Klimapioniere“ sehen – sei „nichts passiert außer Schlagzeilen“, und insgesamt gebe es „viele Ansätze, aber nichts wird fertiggemacht“.

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Matt plädiert für eine „autofreiere Innenstadt„ in Verbindung mit einem „neuen Verkehrs-Mix“. Viele seien auf ihr Auto angewiesen. Parkraum müsse gebündelt und sicherer Parkraum für Anwohner geboten werden. Lieferverkehr in die Innenstadt müsse weiterhin möglich sein. Parkhäuser seien notwendig für die Entlastung des innerstädtischen Verkehrs. Mittels eines intelligenten Verkehrsleitsystems solle die Innenstadt entlastet werden.

Andreas Matt sagt, er habe keinen Plan B, falls es mit der Wahl zum Oberbürgermeister nichts wird.
Andreas Matt sagt, er habe keinen Plan B, falls es mit der Wahl zum Oberbürgermeister nichts wird. | Bild: Scherrer, Aurelia

Gleichzeitig „müssen wir Mobilpunkte sexy machen“, um Lust auf das Umsteigen auf den ÖPNV zu machen. Gleichzeitig müssten die Verbindungen attraktiver sein. Matt spricht sich für Ein-Euro-Tickets, respektive 365-Euro Jahrestickets, aus und fordert statt eines Wasserbusses, der „am 1. August zwei Stunden Mittagspause macht“, ein Wassertaxi, das mehrere Stationen vom Stromeyersdorf bis zum Konstanzer Hafen in ansprechender Taktung anfahren solle.

Mit Solar- und Windenergieanlagen auf städtischen Gebäuden, Fassadenbegrünungen, grünen Oasen in der Stadt und innovativen Lösungen bei Neubauten wolle er den Klimaschutz vorantreiben.

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HTWG und Uni sollen sich mehr im städtischen Leben engagieren, findet Matt. Studierende sollten sich beispielsweise in die Nachmittagsbetreuung von Schülern einbringen, und der „Pool an jungen Talenten“ solle noch besser von Konstanzer Unternehmen genutzt werden.

Diesen Handlungsbedarf sieht Matt am Seerhein

Der OB-Kandidat spricht sich für ein Alkoholverbot am Seerhein aus „aufgrund der Jahre des Versagens“, will dafür aber Ersatz auf Klein Venedig schaffen, das er als Festivalgelände sieht, wo er „ein Seebad vermisst“.

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