Ist das wirklich wertvoll, kann das nicht weg? Das haben sich viele gefragt, als es um die Sheddach-Halle auf dem Konstanzer Siemens-Areal ging. Unsere Bilder zeigen, warum sie zurecht unter Denkmalschutz gestellt wird. Und warum sie für junge Firmen vielleicht ein viel coolerer Ort ist als ein Neubau.

Das besondere Dach

Sheddach-Hallen sind eine ganze besondere Form eines Industriebaus. Kern sind mehrere aneinandergebaute Pult- oder wie wie hier Bogendächer. Nach Norden hin haben sie Fenster, nach Süden die Ausrundung.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Sheddach-Hallen sind eine ganze besondere Form eines Industriebaus. Kern sind mehrere aneinandergebaute Pult- oder wie wie hier Bogendächer. Nach Norden hin haben sie Fenster, nach Süden die Ausrundung.

Die Wirkung innen

Durch die breiten Fensterbänder fällt viel Licht in die Halle, die hellen gerundeten Elemente verteilen es über den ganzen Raum. Wegen der Ausrichtung nach Norden kann es nie blenden. Auch an dem Wintertag, an die Fotos entstanden, war es in der Halle angenehm hell.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Durch die breiten Fensterbänder fällt viel Licht in die Halle, die hellen gerundeten Elemente verteilen es über den ganzen Raum. Wegen der Ausrichtung nach Norden kann es nie blenden. Auch an dem Wintertag, an die Fotos entstanden, war es in der Halle angenehm hell.

Die Rundungen im Dach

Das Prinzip der Sheddach-Halle ist schon über 150 Jahre alt. Die Mischung aus streng geraden und ausgerundeten Elementen schafft einen besonderen Raumeindruck.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Das Prinzip der Sheddach-Halle ist schon über 150 Jahre alt. Die Mischung aus streng geraden und ausgerundeten Elementen schafft einen besonderen Raumeindruck.

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Die Details

Die Uhr an der Schmalseite eines Hallen-Abschnitts könnte aus Der Zeit der Erbauung stammen, und sie läuft noch immer. Man kann sie von fast jedem Punkt aus gut sehen, ohne dass sie besonders groß wäre.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Die Uhr an der Schmalseite eines Hallen-Abschnitts könnte aus Der Zeit der Erbauung stammen, und sie läuft noch immer. Man kann sie von fast jedem Punkt aus gut sehen, ohne dass sie besonders groß wäre.

Die schiere Größe

Die Personengruppe in der Halle an der Konstanzer Bücklestraße macht deutlich: Wo einst im Blaumann geschafft wurde, ist jetzt viel Raum für neue Ideen. Sehr viel Raum. Von außen würde man nie ahnen, wie riesig diese Halle ist.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Die Personengruppe in der Halle an der Konstanzer Bücklestraße macht deutlich: Wo einst im Blaumann geschafft wurde, ist jetzt viel Raum für neue Ideen. Sehr viel Raum. Von außen würde man nie ahnen, wie riesig diese Halle ist.

Die Rettung von Stadtgeschichte

Dass die Sheddach-Halle nicht abgerissen werden darf, ist so etwas wie die Rettung auf den letzten Drücker. An Konstanz als Industriestandort erinnern nicht mehr so viele Zeugnisse. In dieser Halle haben Leute für Telefunken, AEG und Siemens geschafft. Was sie erzeugt haben, war in der jeweiligen Zeit High-Tech.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Dass die Sheddach-Halle nicht abgerissen werden darf, ist so etwas wie die Rettung auf den letzten Drücker. An Konstanz als Industriestandort erinnern nicht mehr so viele Zeugnisse. In dieser Halle haben Leute für Telefunken, AEG und Siemens geschafft. Was sie erzeugt haben, war in der jeweiligen Zeit High-Tech.

Der Anblick, der bald vergeht

Wenn in die Halle junge Unternehmen einziehen, wird sie in kleine Stücke zerteilt werden müssen. So großzügig und fast monumental wird sie sich nicht mehr lange präsentieren.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Wenn in die Halle junge Unternehmen einziehen, wird sie in kleine Stücke zerteilt werden müssen. So großzügig und fast monumental wird sie sich nicht mehr lange präsentieren.

Die Zeit läuft

Dass die Stadt Konstanz die 70.000 Quadratmeter Siemens-Areal nicht selbst gekauft hat, stößt bis heute auf viel Kritik. Stattdessen ist ein privatwirtschaftlicher Investor zum Zuge gekommen. Rund 28 Millionen Euro hat die Gruppe i+R aus Vorarlberg bezahlt. Irgendwann werden sie nicht nur Kosten stemmen, sondern auch Rendite sehen wollen.
Bild: Rau, Jörg-Peter

Dass die Stadt Konstanz die 70.000 Quadratmeter Siemens-Areal nicht selbst gekauft hat, stößt bis heute auf viel Kritik. Stattdessen ist ein privatwirtschaftlicher Investor zum Zuge gekommen. Rund 28 Millionen Euro hat die Gruppe i+R aus Vorarlberg bezahlt. Irgendwann werden sie nicht nur Kosten stemmen, sondern auch Rendite sehen wollen.

Der Bagger schafft Platz

Die Gebäude um die Shed-Halle herum werden derzeit abgerissen. Es waren schmucklose Industriebauten, die neuen Gewerbe- oder Wohnräumen Platz machen werden. Selbst Laien merken übrigens sofort: Diese Baustelle ist professionell organisiert. Überall herrscht Ordnung-
Bild: Rau, Jörg-Peter

Die Gebäude um die Shed-Halle herum werden derzeit abgerissen. Es waren schmucklose Industriebauten, die neuen Gewerbe- oder Wohnräumen Platz machen werden. Selbst Laien merken übrigens sofort: Diese Baustelle ist professionell organisiert. Überall herrscht Ordnung-

Die Vision für die Zukunft

Die Visualisierung zeigt eine ähnliche Perspektive wie das vorangegangene Foto. Man kann die besondere Dachform der Halle gut erkennen. Ob die Fassaden dann tatsächlich mit dem vielen Glas so aussehen werden, muss sich erst noch zeigen. Aber dass da moderne Arbeitsplätze mit Coolness-Faktor entstehen dürften, ist anzunehmen.
Bild: Stadtverwaltung Konstanz

Die Visualisierung zeigt eine ähnliche Perspektive wie das vorangegangene Foto. Man kann die besondere Dachform der Halle gut erkennen. Ob die Fassaden dann tatsächlich mit dem vielen Glas so aussehen werden, muss sich erst noch zeigen. Aber dass da moderne Arbeitsplätze mit Coolness-Faktor entstehen dürften, ist anzunehmen.

Die Einbettung in die Stadt

Auf dem Luftbild ist die Sheddach-Halle am östlichen (rechten) Ende des Siemens-Areals gut zu sehen. Deutlich wird, wie groß das Gelände drumherum zusätzlich ist. 600 Wohnungen und zahlreiche Möglichkeiten für Gewerbe stehen auf dem Plan. Und das Ganze zentral in der Stadt, zwischen zwei Seehas-Haltepunkten und gut erschlossen in alle Richtungen. Es gibt wahrlich schlechtere Projekte.
Bild: Schuler, Andreas

Auf dem Luftbild ist die Sheddach-Halle am östlichen (rechten) Ende des Siemens-Areals gut zu sehen. Deutlich wird, wie groß das Gelände drumherum zusätzlich ist. 600 Wohnungen und zahlreiche Möglichkeiten für Gewerbe stehen auf dem Plan. Und das Ganze zentral in der Stadt, zwischen zwei Seehas-Haltepunkten und gut erschlossen in alle Richtungen. Es gibt wahrlich schlechtere Projekte.