Das Regierungspräsidium und die Stadtverwaltung haben mit der Sanierung am Sternenplatz begonnen. Das ist eine Phase, in der alle Verkehrsteilnehmer mit Einschränkungen rechnen müssen. Aber versteht jeder Auto- oder Radfahrer noch, wohin er fahren soll, wenn er die Umleitung nimmt? Hier zum Beispiel sieht man Umleitung 1, von der Allmannsdorfer Straße aus Richtung Fähre, ein wichtiger Hinweis.

Bild: -Claudia Wagner

Gegenläufig werden die Autofahrer ebenfalls eindeutig geleitet. Hier geht es von der Mainaustraße, also von der Fähre kommend, in Richtung B 33 nach Singen. Am ersten Tag der Umleitung fiel vielen Autofahrern auf, dass die Ampelschaltungen in der Mainaustraße nur eine kurze Grünphase ermöglichten, was Staus begünstigt.

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Die Stadtverwaltung berichtet auf Anfrage des SÜDKURIER nun, dass die Ampeln so umgestellt wurden, dass es auf den Umleitungsstrecken längere Grünphasen gibt.

Hier biegt die Umleitung von der Mainaustraße in die Allmannsdorfer Straße ab.
Hier biegt die Umleitung von der Mainaustraße in die Allmannsdorfer Straße ab. | Bild: Wagner, Claudia

Fahren Autofahrer die Allmannsdorfer Straße entlang in die andere Richtung, Richtung Süden, werden sie über die U2 umgeleitet.

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Nehme ich die U2 oder die U3? Und wohin genau führt die U3?

Bild: Wagner, Claudia

Von hier aus geht es für Rad- und Autofahrer geradeaus in die Jahnstraße und die Petershauser Straße. Hier ist bedingt durch die Umleitungsführung deutlich mehr Verkehr. Manchen Autofahrern stößt das bitter auf: „Der erste Tag war schlimm“, sagt Waltraud Jöckel, die im Auto Richtung Allmannsdorfer Straße unterwegs ist, „vor allem an der alten Rheinbrücke war Stau. Jetzt geht es etwas besser“. In der Petershauser Straße sei es zuweilen nicht einfach, auf die vielen Radfahrer zu achten. Tatsächlich sind in der Straße nun deutlich mehr Autos unterwegs und auch Schwerverkehr nutzt die Umleitung. Manche Verkehrssituationen wirken chaotisch, andere gefährlich.

In der Petershauser Straße ist inzwischen sehr viel Verkehr, auch Lastwagen sind unterwegs. Da es sich eigentlich um eine Fahrradstraße handelt, kommt es mitunter zu schwierigen Situationen.
In der Petershauser Straße ist inzwischen sehr viel Verkehr, auch Lastwagen sind unterwegs. Da es sich eigentlich um eine Fahrradstraße handelt, kommt es mitunter zu schwierigen Situationen. | Bild: Wagner, Claudia

Allerdings gibt es auch Menschen, die gelassen auf die neue Lage blicken. Rosa Heim ist entlang der Petershauser Straße in ihrem Rollstuhl unterwegs und beobachtet den Verkehr täglich. „Ich hatte es mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt, ich dachte, es wird eine Katastrophe“, sagt sie. „Es ist schon mehr Verkehr, aber so störend ist es nicht.“ Nötig sei, dass die Autofahrer auf die Radfahrer Rücksicht nähmen, aber das sei in der Radstraße ohnehin das Gebot.

Rosa Heim beobachtet den Verkehr in der Petershauser Straße vom Rollstuhl aus und ist der Meinung, dass sich das Umleitungschaos in Grenzen hält.
Rosa Heim beobachtet den Verkehr in der Petershauser Straße vom Rollstuhl aus und ist der Meinung, dass sich das Umleitungschaos in Grenzen hält. | Bild: Wagner, Claudia

Wie reagiert die Stadtverwaltung auf den verstärkten Verkehr in der Petershauser Straße? Der Verkehr habe dort zweifellos zugenommen, erläutert Verkehrsplaner Stephan Fischer auf Anfrage. Schwierig werde es vor allem beim Autoverkehr, der hinter der Schranke nach rechts in die Moltkestraße abbiegt. „Die Autofahrer müssen die geradeausfahrenden Radfahrer hie an sich vorbeilassen, das ist eine ungewohnte Situation. Da hilft nur Rücksichtnahme und der klassische Schulterblick“, sagt Fischer. Momentan will die Verwaltung die Situation beobachten und erst eingreifen, sollte sie nicht tragfähig sein.

Hinter der Bahnschranke können gefährliche Situationen entstehen, wenn Autos rechts abbiegen und nicht auf geradeaus vorbeifahrende Radfahrer achten.
Hinter der Bahnschranke können gefährliche Situationen entstehen, wenn Autos rechts abbiegen und nicht auf geradeaus vorbeifahrende Radfahrer achten. | Bild: Wagner, Claudia