Das Jahr 2019 wird für den KonstanzerTeilortLitzelstetten zum Jahr der Planungen. Einige Projekte sind seit längerem auf der Agenda, jetzt geht es um die Details. „Es wird ein bewegtes Jahr“, stellt Ortsvorsteher Wolfgang Gensle fest. Am 12. Januar wird der Ortschaftsrat in einer Klausurtagung eine Prioritätenliste erstellen.

Ganz oben wird der CampingplatzLitzelstetten stehen

Der Projektbeschluss zur Sanierung des in die Jahre gekommenen Platzes mit dem maroden Sanitärgebäude liegt vor, so Gensle. „Jetzt müssen Planung und Ausschreiben erfolgen“, sagt er, wohlwissend, dass „noch ein paar kleine Klippen“ umschifft werden müssen.

Der Betrieb müsse nämlich rentabel geführt werden, sodass seitens der Stadt keine Zuschüsse mehr gewährt werden müssen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das hinbekommen“, ist Wolfgang Gensle überzeugt. Er verweist auf den Interims-Pächter, der 2018 sehr gute Übernachtungszahlen vorweisen konnte. „Mit dem Retro-Campingplatz hat er fast das Zehnfache an Übernachtungen wie sein Vorgänger“, erläutert Ortsverwaltungsleiter Klaus Frommer.

Bild: Scherrer, Aurelia

Das Ergebnis dieser Interimspacht gebe dem Ortschaftsrat, der für den Erhalt des „für den Litzelstetter Tourismus wichtigen Kleinods“ eintritt, gute Argumente gegenüber der Stadt, so Gensle. Ziel sei, dass in diesem Jahr der Campingplatz saniert werde, damit er 2020 normal verpachtet werden kann.

Am Großprojekt Nummer eins – dem Neubaugebiet Marienweg – arbeiten die Fachplaner tatkräftig

„Es ist ein wichtiges Thema“, stellt Wolfgang Gensle im Hinblick auf die dort entstehenden 80 Wohneinheiten mit geschätzt 240 neuen Bewohnern fest. „Wir hoffen, dass die Wobak günstige Mietwohnungen anbieten wird, damit auch junge Familien in Litzelstetten Fuß fassen. Das ist wichtig, damit wir die vorhandene, gute Infrastruktur erhalten können“, so der Ortsvorsteher.

Das sind die weiteren wichtigen Litzelstetter Themen für das Jahr 2019

Ein Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2018 in Litzelstetten

  • Januar: Das Gestaltungshandbuch für die städtebauliche Entwicklung von Litzelstetten wurde druckfrisch an die Ortsverwaltung geliefert. 2019 soll der Leitfaden den Litzelstetter Bürgern online zur Verfügung gestellt werden.
  • Mai: Zentral an der Litzelstetter Ortsmitte in der Martin-Schleyer-Straße wurde die Eröffnung eines Wohn- und Geschäftshauses mit Filiale der Volksbank gefeiert. Es wird als Plus für die Infrastruktur im Ort gewertet.
  • Juni: Der baden-württembergische Petitionsausschuss kommt nach Litzelstetten. Der Grund: Die Bauvoranfrage, welche drei Bauwillige zur Errichtung dreier Flüchtlingsunterkünfte im Gebiet „Im Loh“ eingereicht hatten. Von Stadtverwaltung und Gemeinderat wurde sie aber abschlägig beschieden.
  • August: Litzelstetten und Dingelsdorf machen Druck. Beide Orte monieren den Zustand ihrer maroden Durchgangsstraßen. Der Gemeinderat beschließt später den Planungsauftrag für die Sanierung.
  • September: Litzelstetter Bürgerin eröffnet neue Möglichkeiten: Helga Jauss-Meyer gibt ihr kleines Grundstück ab, das sie vom Amt Vermögen und Bau Baden-Württemberg gepachtet hat. Die Stadt Konstanz hat nun nach einigen Gesprächen den Vorrang bei Neuverpachtungen. Damit ist der erste Grundstein für einen öffentlichen Seezugang in Litzelstetten gelegt.
    Minister Guido Wolf überreicht Ortsvorsteher Wolfgang Gensle einen Förderbescheid in Höhe von 106 575 Euro für die Sanierung des Campingplatzes. Der Gemeinderat fasst den Projektbeschluss für die Baumaßnahme.
    Der Streit um die Bebauung „Im Loh“ geht weiter. Der Litzelstetter Ortschaftsrat will unbedingt eine Bebauung an dieser Stelle. Der Technische und Umweltausschuss entscheidet dagegen.
    Die Politik gibt grünes Licht für das Neubaugebiet Marienweg.
  • Oktober: Daniel Schreiber, Interims-Pächter des Campingplatzes Litzelstetten, beendet seine erste Saison. Obwohl das Sanitärgebäude marode ist, war die Saison mit knapp 10 000 Übernachtungen sehr erfolgreich.
  • November: Schlusspunkt für das Streitthema „Im Loh“. Das Verwaltungsgericht Freiburg hat die Klage der drei Bauwilligen abgelehnt.
    Die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe feiert ihr 60-jähriges Bestehen.
  • Dezember: Die Wiedereröffnung der für rund 570 000 Euro sanierten Auferstehungskirche wird gefeiert.

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