Den ersten Ermittlungen der Polizei zufolge hatte ein 24-jähriger Chemie-Student zuvor in seiner Wohnung mit einer geringen Menge einer chemischen Substanz hantiert. Durch austretende Dämpfe stellten sich bei dem 24-Jährigen gesundheitliche Beschwerden ein, sodass die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst alarmiert wurden.

Da von einem Gefahrgutunfall ausgegangen werden musste, rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot an. Der Rettungsdienst habe sechs Personen vor Ort versorgen müssen, erklärt Feuerwehrsprecher Christopher Kutschker. Zwei Personen gelten nach jetzigem Stand als verletzt.

Einsatzkräfte in Schutzanzügen
Einsatzkräfte in Schutzanzügen | Bild: Oliver Hanser

Der 24-Jährige wurde nicht unerheblich verletzt und musste durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Durch den direkten Kontakt mit ihm wurde nach aktuellem Stand ein Rettungsdienst-Mitarbeiter ebenfalls leicht verletzt und vorsorglich zur Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.

Bei mehreren Bewohnern des Mehrfamilienhauses, welche zunächst auch über leichtere Beschwerden klagten, reichte eine ambulante Behandlung vor Ort aus. Um welchen Stoff es sich handelte, dazu machte der Feuerwehrsprecher noch keine Angaben. Die Kriminalpolizei ermittle derzeit. Die Flasche mit Gefahrgut sei auf einem Fensterbrett gestanden. Ein Spezialzug der Feuerwehr habe es geborgen.

Einsatzkräfte sperren eine Straße im Konstanzer Stadtteil Petershausen.
Einsatzkräfte sperren die Spanierstraße auf Höhe des Hallenbads. | Bild: SK

Das Haus kann bis zu einer endgültigen Überprüfung der Räumlichkeiten bis auf weiteres nicht betreten werden, die betroffenen Bewohner kommen übergangsweise bei Bekannten unter. Aufgrund der geringen Menge der Substanz bestand die Gefahr lediglich in den geschlossenen Räumen, außerhalb des Hauses hatte der Austritt der Dämpfe keinerlei Auswirkungen.

Die Spanierstraße war für die Dauer der Einsatzmaßnahmen bis ca. 17:45 Uhr voll gesperrt.

Einsatzkräfte sperren die Spanierstraße auf Höhe des Hallenbads. | Bild: SK

 

Einsatzkräfte in Schutzanzügen
Einsatzkräfte in Schutzanzügen | Bild: Oliver Hanser

 

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