Es gab Musik für verschiedene Geschmäcker: Das „Gute Zeit-Festival legte den Fokus auf elektronische Musik, das Fresh-Spektakel lockte mit Hip-Hop und fand erstmalig statt. Die Veranstalter Ümit Dagdelen und Kay Brüggemann waren mit der ersteren Veranstaltung zufrieden. „Es waren gute 3000 Personen da“, fasst Dagdelen zusammen, „damit sind wir schon sehr glücklich“. Sorgen bereitete ihnen eher das Fresh-Open Air, denn es lockte lediglich 700 bis 1000 Menschen an. „Wir können uns das einfach nicht erklären, und es lief nicht so, wie wir das erwartet haben“, formuliert er. Der Grund sei ihnen bis heute unklar. Vielleicht sei es das falsche Programm für das falsche Pflaster, vielleicht sei der Eintritt zu teuer oder der Werktag wäre nicht optimal gewesen. Auch ausgebuchte oder zu teure Hotels zieht Ümit Dagdelen bei seinem Resümee in Betracht.

Denn von anderen Veranstaltern habe er bezüglich seines Line-Ups nur positive Rückmeldung bekommen. Er betont, dass sie auch den Eintritt so günstig wie möglich kalkuliert hätten – trotzdem müssten diese Zahlen die Künstlergagen abdecken. 2000 Besucher und mehr wären an jedem der beiden Tage nötig gewesen, um mit einem Plus herauszukommen. Funktioniert hat das nur beim Gute Zeit-Festival. Prinzipiell hätte es mit höheren Besucherzahlen das Besuchermalus der anderen Veranstaltung auffangen können, dafür hätten die Zuschauer jedoch nicht gereicht, so Dagdelen.

Einzig die Werbung schließt Dagdelen als Ursache für die wenigen Zuschauer aus. Die sei in ganz Baden-Württemberg und in der Schweiz präsent gewesen.

Wird es die beiden Festivals noch einmal geben? „Das ‚Gute-Zeit‘ findet nächstes Jahr definitiv wieder statt“, erklärt Ümit Dagdelen, „Wir haben im Nachhinein nur gute Rückmeldung bekommen“. Dabei ist bei den Künstlern noch eine Steigerung geplant. Die zwei Bühnen sollen beibehalten werden. „Ob das Fresh-Festival noch einmal stattfindet, wissen wir noch nicht ganz genau“, so der Veranstalter. Vielleicht müsse man nächstes Jahr einen Zeltplatz organisieren, um Besuchern von außerhalb eine Alternative zu Hotels zu bieten.