Neulich fragte mich ein Freund doch allen Ernstes: „Was hältst Du eigentlich von Laubbläsern?“ Die Frage hörte sich für mich ungefähr so an: „Was hältst Du eigentlich von Mundfäule?“ Da ich befürchtete, dass sich besagter Freund eines dieser Ungetüme für den eigenen Garten angeschafft haben könnte und ich ihn nicht allzu sehr kränken wollte, antwortet ich so diplomatisch wie möglich: „Die gefallen mir richtig gut, wenn sie im Baumarkt im Regal verstauben.“

Modell tragbarer Rasenmäher. Montag, kurz nach sieben Uhr in Litzelstetten.
Modell tragbarer Rasenmäher. Montag, kurz nach sieben Uhr in Litzelstetten. | Bild: Schuler, Andreas

Doch leider verstauben die nicht wirklich, sondern es gibt offenbar immer noch Menschen, die sie kaufen. Das würde ich ja auch machen, wenn es helfen würde, dass sie nicht benutzt werden. In unserem Keller oder in der Garage würde sich bestimmt noch ein gutes Versteck finden. Es existieren noch Personen, die von diesen Teilen Gebrauch machen – und offenbar richtig viel Spaß dabei haben.

Wie ein Zahnarztbesuch...

Sie hören sich nicht nur so an wie ein Bohrer beim Zahnarzt – sie verursachen sogar ähnliche Schmerzen; nur eben im Gehör- und nicht im Wurzelgang. Wenn man vorher wüsste, dass sie gleich loslegen, könnte man sich womöglich noch schnell ein Narkosemittel spritzen. Doch Lärm und damit einhergehend Schmerz kommen so unangekündigt wie Guerillas bei einem südamerikanischen Staatsstreich.

Tragbare Rasenmäher – nicht minder nervig

In dieser Woche, da sich der Sommer endgültig zu verabschieden scheint, sind noch einmal die Cousins der Laubbläser unterwegs – die tragbaren Rasenmäher. Von weitem sehen sie sich sehr ähnlich; und auch Geräusch und Schmerz erinnern an eine Wurzelbehandlung. Wenn da so ein gestandener Mann mit einem dieser Technik gewordenen Albträume umherschreitet, erinnert mich das stets an die Ghostbusters. Doch die saugen die Geister ein. Bei Laub und Gras lautet die Devise: Hauptsache blasen.

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