Eine Entscheidung des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee deutet darauf hin, dass es doch keinen Kiesabbau im Gebiet Vogelsang in Kalkofen geben wird. Denn Vogelsang ist nun nicht mehr im Teilregionalplan Oberflächennahe Rohstoffe für die Region Hochrhein-Bodensee enthalten. Hierüber informierte der Bürgermeister Florian Zindeler den Gemeinderat Hohenfels in dessen jüngster Ratssitzung.

Blick auf das Areal (links im Bereich des Waldes) im Gebiet Vogelsang, das nach ursprünglichen Plänen als Kiesabbaugebiet vorgesehen war. Es ist aktuell im Teilregionalplan Oberflächennahe Rohstoffe für die Region Hochrhein-Bodensee nicht mehr enthalten.
Blick auf das Areal (links im Bereich des Waldes) im Gebiet Vogelsang, das nach ursprünglichen Plänen als Kiesabbaugebiet vorgesehen war. Es ist aktuell im Teilregionalplan Oberflächennahe Rohstoffe für die Region Hochrhein-Bodensee nicht mehr enthalten. | Bild: Constanze Wyneken

Gegen den Kiesabbau hatte es zuvor viele Bedenken gegeben. Es gab sogar eine Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau. Viele hatte ihre Bedenken angemeldet, denn die mögliche Kiesgrube mit einer Größe von 6,5 Hektar hätte den Abbau von 800.000 Tonnen Kies innerhalb eines Zeitraums von acht bis zehn Jahren bedeutet. Die Verkehrslast in der Gemeinde und ihrer Umgebung wäre angestiegen.

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Nun hat die die Verbandsversammlung des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee in ihrer vergangenen Sitzung in Bad Säckingen alle eingegangenen Bedenken und Anregungen überprüft und abgewogen. Es wurde zudem die Fortschreibung des Teilregionalplans Oberflächennahe Rohstoffe (2021) samt Umweltbericht, Zusammenfassender Erklärung und Satzung beschlossen. Sie wird nun dem Wirtschaftsministerium zur Genehmigung vorgelegt.

Heide bleibt Sicherungsgebiet

Laut diesem Plan bleibt das Sicherungsgebiet Heide in Liggersdorf ein Sicherungsgebiet. Die Aussage, dass das Abbaugebiet Vogelsang in Kalkofen nicht mehr enthalten sei, sei nicht zu 100 Prozent bindend, erklärte Bürgermeister Zindeler auf Nachfrage der Gemeinderätin Daniela Jage (BLH).

Er sagte: „Das Landratsamt muss bei der Beurteilung den Rat mit einbeziehen. 100 Prozent bindend ist die Aussage deshalb nicht, weil es gesetzliche Ausnahmen gibt. Aber trotzdem wird die Beurteilung entsprechend dem Plan gestaltet. Die Situation hat sich merklich verbessert, aber man kann nichts zu 100 Prozent ausschließen.“