In Hohenfels erfolgt die Kalkulation der Abwassergebühren erneut bezogen auf einen einjährigen Zeitraum. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Durchführung der Vorauskalkulation der Firma m-kommunal aus Bad Boll zum Angebotspreis von 1200 Euro netto zu übertragen. Künftig soll wieder ein längerer Zeitraum angesetzt werden.

Bereits im Februar wurde festgelegt, dass eine neue Bewertung des Vermögens notwendig sei. Das soll in den kommenden Jahren eine Unterscheidung zwischen Reparaturen und Investitionen ermöglichen. Aufgrund der schwierigen Situation in der Finanzverwaltung der Gemeinde während der vergangenen Monate wurde die Neubewertung bisher jedoch nicht umgesetzt.

Neue Basis für die nächste Kalkulationsperiode

Der neue Kämmerer, David Ossola, wird laut Bürgermeister Florian Zindeler im kommenden Jahr voll einsteigen und diesen Prozess begleiten. Dann könne die Gemeinde bei der Planung der nächsten Kalkulationsperiode auf einer neuen Basis starten. Für den Hintergrund: Bei einjähriger Kalkulation besteht die Gefahr starker Gebührenschwankungen, mehrjährige Kalkulationen ermöglichen hingegen gleichbleibende Gebühren über einen bestimmten Zeitraum.

Elmar Freudemann (Freie, Unabhängige Wählervereinigung, FUW) fragte, ob eine Vorauskalkulation sinnvoll sei, wenn noch keine Nachkalkulation vorliege. Zindeler erklärte, es seien Investitionen geplant, die man mit einpreisen müsse. Daraufhin wollte Karl Schmid (FUW) wissen: „Wie geht das, dass der Abwasserzweckverband noch nicht für 2019 abgerechnet hat?“ Der Bürgermeister sagte zu, dort nachzuhaken.

Die Räte sprachen sich dafür aus, den Auftrag für die Nachkalkulation zu verschieben. Dadurch verlängert sich laut Zindeler die Bindungsfrist des vorliegenden Angebots bis zum 30. September 2021.