Ein Container-Brand an der Eichendorff-Realschule löste am frühen Freitagmorgen, etwa um 0.30 Uhr, einen Großeinsatz der Gottmadinger Feuerwehr aus. "Anwohner bemerkten das Feuer in einem Müllcontainer unter einem Durchgang zwischen der Schule und haben die Feuerwehr angerufen", berichtet Florian Reize. Er fungiert als Sprecher der Gottmadinger Feuerwehr und war als Führungskraft selbst im Einsatz. "Das Feuer griff bereits auf das Gebäude über, sodass Vollalarm für die Einsatzeinheiten Gottmadingen und Randegg ausgelöst wurde", so Reize.

Ein Container-Brand an der Eichendorfrealschule führte zu einem Großeinsatz der Feuerwehren Gottmadingen und Randegg. Bild: Florian Reize
Ein Container-Brand an der Eichendorfrealschule führte zu einem Großeinsatz der Feuerwehren Gottmadingen und Randegg. Bild: Florian Reize | Bild: FFW Goma

Durch die starke Hitze-Entwicklung sei die Gebäudetüre geborsten, sodass die komplette Schule komplett verraucht wurde. "Ein Atemschutztrupp begann vor Ort sofort mit der Brandbekämpfung und ging ins Gebäude vor. Mehrere Atemschutz-Trupps seien notwendig gewesen, um die Schule zu kontrollieren und rauchfrei zu machen. Ein Kopiererraum direkt über dem brennenden Container wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Heiße Rauchgase sind durch ein gekipptes Fenster ins Innere gelangt. Die Hitze in dem Raum war so groß, dass sogar Lampenteile schmolzen", so Reize.

Polizei vermutet Brandstiftung

Die Polizei geht davon aus, dass der Container-Brand vorsätzlich gelegt wurde. Nur das schnelle Eingreifen der Feuerwehr habe verhindert, dass sich der Brand im Gebäude nicht ausbreiten konnte. Verletzt wurde niemand. Der Schaden durch Rußablagerungen und Hitze-Einwirkung im Gebäude sei jedoch erheblich, so die ersten Einschätzungen der Feuerwehr. Fachleute der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Im Einsatz waren die Kernwehr Gottmadingen mit vier Fahrzeugen und die Abteilung Randegg mit einem Fahrzeug. Die Kameraden aus Bietingen standen im Feuerwehrhaus in Bereitschaft. Nach über zwei Stunden Einsatz waren die Löscharbeiten beendet.

Die starke Hitze ließ die Gebäudetüre der Eichendorff-Realschule bersten, sodass die komplette Schule verraucht wurde. Bild: Florian Reize
Die starke Hitze ließ die Gebäudetüre der Eichendorff-Realschule bersten, sodass die komplette Schule verraucht wurde. Bild: Florian Reize | Bild: FFW Goma

Schule bleibt am Montag geschlossen

Der Brandgeruch lag am Freitagvormittag noch immer in der Luft. Trotzdem fand in der Eichendorffschule der Unterricht zunächst wie gewohnt statt, bis der Schulbetrieb um 11 Uhr eingestellt wurde. „Wir konnten die Schule so kurzfristig nicht einfach geschlossen lassen, da viele Eltern berufstätig sind und die Kinder ja betreut werden müssen“, erklärt Schulleiter Gottbert Hogg seine Entscheidung. Die Unterrichtsräume im betroffenen Gebäudeteil seien jedoch geräumt und die Klassen verlegt worden. „Der Geruch ist in den Gängen am schlimmsten, in den meisten Räumen ist die Luft schon wieder in Ordnung“, so Hogg.

Rektor Gottbert Hogg zeigt auf den verrußten Container, von dem aus der Brand auf die Eichendorff-Realschule übergriff. Bild: Albert Bittlingmaier
Rektor Gottbert Hogg zeigt auf den verrußten Container, von dem aus der Brand auf die Eichendorff-Realschule übergriff. Bild: Albert Bittlingmaier | Bild: Bittlingmaier, Albert

Der Schulleiter berichtet, der Hausmeister der Schule habe ihn in der Nacht über den Brand informiert, nachdem ein Anwohner der Schule den Brandgeruch bemerkt und gemeldet habe. Um etwa 3 Uhr in der Nacht sei schließlich beschlossen worden, dass in Teilen des Hauptgebäudes am Freitag der Unterricht stattfinden könne. „Für Montag müssen wir die Schule jedoch schließen, um endgültig Klarheit zu haben, welche Schadstoffe sich noch im Gebäude befinden“, erläutert Gottbert Hogg das weitere Vorgehen. Auf die Frage, wie die Schüler den Brand aufgenommen haben, sagt der Schulleiter lachend: „Die waren froh, als sie erfahren haben, dass sie heute früher nach Hause dürfen und dass am Montag die Schule zu ist.“

Video: Albert Bittlingmaier / Svenja Graf

"Die Höhe des Schadens ist noch völlig unklar", erklärt der Gottmadinger Stadtbaumeister Florian Steinbrenner. Erst gehe erst mal um Säuberungsarbeiten, ähnlich wie beim Containerband an der Bietinger Halle. "Dort entstanden Kosten von etwa 25 000 Euro. In der Schule könnten sich durch das größere Ausmaß der Brandfolgen die Ausgaben vervierfachen", so Steinbrenner. Ein Experte müsse prüfen, inwieweit die Luft mit Schadstoffen belastet sei. Zudem werde ein Gutachter die Schäden feststellen, so Steinbrenner.